Mama kann mehr als nur den Putzlappen schwingen: zum Beispiel einen Einbrecher fangen. Die Polizei freut's, ihre Familie nicht!

Kinder wecken, Frühstück machen, Fahrdienst zur Schule sein und danach das Haus putzen: Das ist der Alltag vieler Mütter und auch der von Mia Bischoff (Mira Bartuschek) in der ARD-Komödie "Mutter auf Streife" (2015). Die Mittdreißigerin meistert diese Aufgaben allesamt mit einem liebevollen Lächeln auf den Lippen und beschwert sich auch nicht darüber, dass ihre "Dienste" für die Familie selbstverständlich zu sein scheinen. Doch als im Haus ihrer Nachbarin eingebrochen wird und sie den Dieb stellt, entfacht ein bereits erloschen geglaubtes Feuer in Mia: Sie möchte als Polizistin arbeiten.

Das Lob der Beamten auf dem Revier motiviert die Vollzeit-Hausfrau, sich für eine Polizei-Ausbildung zu bewerben. Im "Hotel Mama" stößt diese Entscheidung allerdings nur auf großes Gelächter und Widerstand. Schließlich möchten ihr Mann Stefan (Max von Thun) und ihre Kinder Sarah (Alexandra von Giese) und Leon (Yanis Scheurer) weiterhin ihr bequemes Leben führen. "Sie hat doch alles hier. Das ist undankbar!" empört sich gar ihr Gatte, der ihr als Promi-Zahnarzt ein unbeschwertes Leben ermöglicht.

Aber Mia lässt sich nicht von ihrem Wunsch abbringen und trainiert für die Aufnahmeprüfung. Dafür holt sie sich Hilfe vom ehemaligen Polizeiausbilder Sam Saalbeck (Martin Feifel), der sich selbst als "kaputten Ex-Bullen" bezeichnet und seine Spielsucht mit dem Geld für die Trainingseinheiten am Laufen hält. Aber die Nähe zu Mia tut dem einsamen Wolf ebenfalls gut. Das fällt auch Mias Mann auf, und mit der steigenden Eifersucht beginnt er langsam, seiner Frau ein wenig den Rücken zu stärken. Ob dies aber genügt, damit Mia den schweren Test bei der Polizei meistern kann?

Komödie überzeugt dank ihrer Darsteller

Die Familienkomödie "Mutter auf Streife" überzeugt vor allem durch die Darsteller. Max von Thun mimt den schnöseligen Zahnarzt überzeugend und übernahm die Rolle hauptsächlich wegen der "lustigen Aspekte sowie der Zusammenarbeit mit Regisseur Jan Ruzicka", mit dem er bereits 2013 "Die Fischerin" drehte. Auch Eleonore Weisgerber als kiffende Großmutter Helga sorgt für amüsante Momente in "Mutter auf Streife". Doch neben den unterhaltsamen Szenen werden auch die stressigen Alltagsmomente einer Mutter gezeigt. Diese führen vielleicht so manchem Familienmitglied vor Augen, dass man ihre Aufgaben öfter mal würdigen sollte. Denn "scheinbar ist das für einige Menschen noch immer nicht selbstverständlich", meint auch Max von Thun.


Quelle: teleschau – der Mediendienst