Ein Treffen unter alten Freundinnen gerät in  "Neid ist auch keine Lösung" zum Vergleich zweier Lebensentwürfe – über oberflächliches "etwas verändern wollen" kommt die Komödie allerdings nicht hinaus.

Alles beginnt mit der Einladung einer alten Schulfreundin zu deren 40. Geburtstag und endet in dem klischeehaften Selbstverwirklichungstrip eines Ehepaares. Denn Marie (Stefanie Stappenbeck) erkennt, dass ihre Freundin aus Teenager-Zeiten all das erreicht hat, was sich die beiden erträumt haben.

Sie hingegen findet sich in einem langweiligen Alltag wieder: kein Ausgeflippt-Sein, keine Spontan-Aktionen, nur läppischer Durchschnitt. Von da an beginnt Marie ihren Werdegang in Erzählungen etwas aufzuhübschen. ZDF wiederholt die Komödie "Neid ist auch keine Lösung" (2016) zur besten Sendezeit, obwohl sie selbst als leichte Unterhaltung eine ganze Spur zu flach geraten ist.

Eigentlich eine schöne Idee, in der Mitte des Lebens noch einmal seinen Lebensentwurf zu überdenken. Doch in "Neid ist auch keine Lösung" endet das in einer Midlife-Crisis, die in trivialen Weisheiten in der Art von "Lebe deinen Traum" oder "Yolo – You only live once" mündet, ohne Rücksicht auf Verluste. Die hervorragenden Schauspieler, allen voran Matthias Koeberlin als Markus, liefern in der Komödie allerdings durchaus Qualität ab.


Quelle: teleschau – der Mediendienst