Die "Defenders" treffen aufeinander. Und es stellt sich heraus: Daredevil (Charlie Cox), Jessica Jones (Krysten Ritter), Luke Cage (Mike Colter) und Iron Fist (Finn Jones) sind besser im Teamwork, als man vorher vielleicht dachte.

Ärger liegt in der Luft von New York City. Und wenn es Ärger gibt, lässt eine gewisse Gruppe von Leuten nicht lange auf sich warten. Schon eine Weile wurde man von Netflix darauf vorbereitet, dass die etwas anderen Superhelden, die unter anderem schon im Knast saßen oder eine verhängnisvolle Vorliebe für Whisky pflegen, diesmal nicht alleine gegen das ultimativ Böse antreten müssen.

Nein, bei "Marvel's The Defenders" (ab 18. August 2017) treffen Matthew Murdock alias Daredevil (Charlie Cox), Jessica Jones (Krysten Ritter), Luke Cage (Mike Colter) und Danny Rand alias Iron Fist (Finn Jones) nach über 60 Episoden, in denen sie jeweils ihre eigenen Kämpfe ausfochten, endlich aufeinander, um als Quartett der kriminellen Organisation "The Hand" entgegenzutreten. Und um kräftig auszuteilen, versteht sich.

Teamwork ist bitter nötig

Alleine sind sie stark, gemeinsam sind sie stärker: Die vier Hitzköpfe haben anfangs zwar ein paar Schwierigkeiten, damit klarzukommen, dass sie im Kampf gegen das Verbrechen nicht mehr auf sich allein gestellt sind, doch sogar ein Defender gewöhnt sich mit der Zeit daran. Der Anwalt, der Held von Harlem, die Privatdetektivin und der Milliardärssohn haben eben mehr gemeinsam, als man auf den ersten Blick meinen könnte. Teamwork ist nun auch bitter nötig, denn um der gewieften Alexandra (großartig: Sigourney Weaver) und ihrer Gehilfin Elektra alias Black Sky (Élodie Yung) das Handwerk zu legen, braucht es die Kombination aus Kraft, Unverletztbarkeit, scharfer Sinne und einer starken Faust.

Die Handlung der "Defenders" schließt nahtlos ans Ende der direkt davor spielenden ersten Staffel von "Iron Fist" an, für Neueinsteiger sind die acht Folgen somit nichts. Zwar muss man nicht unbedingt alle vier Vorgeschichten kennen, ein bisschen Vorwissen hilft aber definitiv. Denn dann ist es umso mehr eine Freude, zuzusehen, wie Danny beim ersten Treffen mit Luke verzweifelt auf ihn einprügelt, ihm aber trotz all seiner coolen Kampftechniken lange Zeit kein Haar krümmen kann, schließlich aber doch Luke das Nachsehen hat, als Danny seine Iron Fist auspackt. Schade, dass sie alle auf der gleichen Seite stehen, denn ganz insgeheim wünscht man sich an dieser Stelle, die Defenders würden öfter aufeinander einprügeln. Es wäre interessant zu sehen, wer am Schluss von ihnen übrig bliebe.

Gut inszenierte Action

Die unglaublich gut inszenierte Action ist jedenfalls ein guter Grund, warum Fans von "Jessica Jones" und Co. auch die "Defenders" nicht auslassen sollten. Hier setzen die Showrunner der Serie – Douglas Petrie und Marco Ramirez – sogar im Vergleich mit "Daredevil" noch mal ordentlich eins drauf. Und obwohl es anfangs etwas dauert, bis die Geschichte Fahrt aufnimmt, wird spätestens nach der ersten Begegnung der vormaligen Einzelkämpfer klar: Hier kommt zusammen, was zusammengehört.


Quelle: teleschau – der Mediendienst