Der ehemalige Bundesliga-Profi Mehmet Scholl wird nicht länger als Fußballexperte im Ersten zum Einsatz kommen. Die ARD und der Ex-Nationalspieler haben sich darauf geeinigt, ihre Zusammenarbeit ab sofort zu beenden.

"Ich bedanke mich für tolle und ereignisreiche Jahre als Experte bei der ARD, es hat mir immer sehr viel Spaß gemacht", sagte Scholl zur Trennung. ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky bedankte sich derweil für "die großartige Zeit mit einem meinungsstarken, streitbaren und originellen Experten, der unsere Sendungen extrem bereichert hat. Er hat den Zuschauern einen tiefen Einblick in den Fußball ermöglicht und sie bestens unterhalten."

Zwischen dem Fußballexperten und der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalt kam es zuletzt wegen der Doping-Berichterstattung im Rahmen des Confed Cup in Russland zum Streit. Scholl war nach eigenen Angaben mit der Berichterstattung nicht einverstanden, Balkausky betonte jedoch, dass er als Experte für die Meinung, nicht aber für die Inhalte zuständig sei.

Dem Bayerischen Rundfunk erklärte Scholl zudem, dass er sich damals gewünscht habe, dass der Doping-Bericht nicht gesendet werde. "Da haben die gesagt, die bleibt nicht draußen und ich darf mich nicht ins Programm einmischen. Da habe ich gesagt: Ich gehe. Und dann bin ich gegangen", so Scholl.