Bei Pay-TV-Sender Animal Planet

Orang-Utans vor dem Aussterben: Doku wirbt für Rettung

von teleschau

Palmöl gilt als industrielles Wundermittel. Darunter haben vor allem Orang-Utans zu leiden. Ein Dokumentarfilm berichtet nun über das Massensterben der Menschenaffen auf Borneo.

Die zu den Menschenaffen zählenden Orang-Utans gehören zu den bedrohtesten Tierarten der Welt: Experten schätzen, dass bis zum nächsten Jahr die Orang-Utan-Population Borneos bereits um ein Drittel dezimiert werden könnte – alarmierende Zahlen für Tierschützer rund um den Globus. Im Dokumentarfilm "Red Ape – Rettung für den Orang-Utan" soll nun auf die katastrophale Situation in Borneo eingegangen werden: Dabei werden Missstände angeprangert und die Arbeit von Organisationen zum Schutz und zur Rettung der intelligenten Tiere dokumentiert. Das aufrüttelnde Werk ist nun bald im deutschen Fernsehen zu sehen: Am Donnerstag, 8. August, 21.00 Uhr, zeigt der Pay-TV-Sender Animal Planet den Film in einer Erstausstrahlung.

Die Gier nach Palmöl ist der Hauptgrund für das Massensterben der Primaten. Denn das pflanzliche Fett findet sich mittlerweile in etlichen Produkten des täglichen Lebens: in den unterschiedlichsten Nahrungs-, aber auch in Wasch- und Reinigungsmitteln. Ein maßgeblicher Grund für die Beliebtheit des Palmöls ist folgender: Im Vergleich zu Raps oder Soja sind Ölpalmen viel ertragreicher. Die relevantesten Anbaugebiete befinden sich auf der südostasiatischen Insel Borneo, die geopolitisch betrachtet unter den drei Ländern Malaysia, Brunei und Indonesien aufgeteilt ist.

Um die weltweit hohe Nachfrage für das kostengünstige Produkt zu decken, werden große Anbauflächen benötigt. Dafür fallen gigantische Gebiete des weltweit ältesten Regenwalds Brandrodungen, Motorsägen und Bulldozern zum Opfer. Auf den abgeholzten Flächen entstehen dann neue Bereiche zum Anbau von Ölpalmen-Plantagen. Flora und Fauna leiden massiv unter diesen Eingriffen in die Natur – allen voran der Orang-Utan, dessen Lebensraum dadurch extrem beschnitten wird.


Quelle: teleschau – der Mediendienst
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