Vor rund 20 Jahren wurde bei Schlagerstar Roland Kaiser eine chronische Lungenkrankheit diagnostiziert. "Ich verdonnerte meine Familie, niemandem davon zu erzählen", sagt er. Warum, hat er in einem Interview erklärt.

"Ich hatte den Glauben, man dürfe in diesem Beruf nicht krank sein. Ich hatte Angst davor, meine Präsenz zu verlieren. Angst, dass die Konzerthallen leer bleiben könnten, wenn es rauskommt." So begründet Roland Kaiser (67, bürgerlicher Name: Roland Keiler) im Interview mit der "Zeit", warum er vor rund 20 Jahren strikt verheimlichte, dass bei ihm COPD (Chronisch obstruktive Lungenerkrankung) disgnostiziert worden war.

Er schwor sogar seine Familie auf die Heimlichkeitsschiene ein. "Ich verdonnerte meine Familie, niemandem davon zu erzählen. Es sollte auf gar keinen Fall rauskommen, dass ich COPD habe." Erst 2006 stellte er sich seiner Erkrankung. Vier Jahre später wurde ihm eine neue Lunge eingesetzt. Ein rettender Eingriff, der ihm ein "neues Leben" und neuen Elan bescherte: Im Oktober 2010 feierte Kaiser, der sich eigentlich aus dem Rampenlicht hatte zurückziehen wollen, nach einem Jahr Konzertabstinenz in der Show "Willkommen bei Carmen Nebel" sein Comeback, ein halbes Jahr später war er wieder auf großer Tournee.

Der Elan ist ungebrochen, ebenso der Erfolg. Die drei Konzerte seiner "Kaisermania 2020" in Dresden (31. Juli, 1. und 7. August) waren innerhalb von 15 Minuten nach Vorverkaufsstart ausverkauft. Und Kaiser hat noch lange nicht genaug: "Solange die Gesundheit das zulässt und die Menschen kommen, mache ich weiter. Im Moment planen wir schon Konzerte bis 2022."


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH