Auf fremdenfeindliche Fans hat Stefanie Hertel keine Lust. Deutlich wie in der Volksmusik-Branche selten, stellte die 39-Jährige im Interview mit der "Zeit" klar, dass sie rassistische Hörer ihrer Musik ablehnt: "Auf jemanden, der sich davon angegriffen fühlt, dass man rechtsextreme Ausschreitungen kritisiert, kann ich als Fan verzichten", sagte die Volksmusikerin.

2018 hatte die 39-Jährige Kritik an rechtsextremistischen Demonstrationen in Chemnitz geübt und war dafür vor allem online auf Ablehnung gestoßen. Die Reaktionen habe sie aber bewusst ignoriert, so die aus dem sächsischen Vogtland stammende Sängerin: "Über Facebook gab es möglicherweise irgendwelche Kommentare, aber die lese ich gar nicht mehr."

Andererseits würde sie es nicht ignorieren, wenn sich eine Person ihr gegenüber ausländerfeindlich gebe. Sie stelle dann die Frage: "Was haste denn schon mit Ausländern erlebt?" Meist würden die Angesprochenen ausweichend reagieren, so Hertel.

Gegenüber der "Zeit" stellte der Volksmusik-Star fest: "Ich find's traurig, dass viele Menschen da so eine festgefahrene Meinung haben, so einen Tunnelblick." Auch unter gläubigen Christen bemerke sie deriel Tendenzen, kritisierte die Sängerin: "Ich kenne viele Leute, die sich als gläubig bezeichnen und dennoch, zum Beispiel, einen Fremdenhass in sich tragen."


Quelle: teleschau – der Mediendienst