"Survivor" gilt als erfolgreichste und härteste Abenteuershow der Welt: Nun zeigt VOX eine neue Version des Reality-TV-Formats. Es ist nicht der erste Versuch im deutschen Fernsehen.

Legendär im Film "Cast Away – Verschollen" von 2000 ist immer noch die Szene, als es Tom Hanks in der Hauptrolle eines Gestrandeten auf einer einsamen Insel gelingt, eine Flamme zu entzünden. "Seht euch nur mein Werk an – ich habe Feuer gemacht. Ich habe Feuer gemacht", ruft er stolz wie Bolle in den Nachthimmel. Vor dieser vergleichbar heroischen Herausforderung stehen nun die Teilnehmer der neuen Abenteuershow "Survivor" bei VOX. In zunächst 13 geplanten Folgen sollte ihnen dieses Kunstwerk mit der lodernden Flamme doch wohl gelingen.

Zumal: Anders als der gestrandete Hanks damals im Film sind die Kandidaten nicht allein. 18 Teilnehmer leben 39 Tage lang auf einer einsamen Insel. Sie sind zunächst in zwei Gruppen aufgeteilt. Ohne fremde Hilfe müssen die Teilnehmer anfangs eben Feuer machen und Schlafplätze bauen. Dabei stellen die Insulaner bereits zu Beginn ihre physischen und psychischen Fähigkeiten unter Beweis. Hinzu kommen zahlreiche sowie kräftezehrende Wettbewerbe. Das Motto der Überlebensübung lautet: "Durchhalten, überlisten, besiegen!". Am Ende des von Florian Weber moderierten Formats bleibt nur ein Spieler übrig. Er darf einen Gewinn in Höhe von 500.000 Euro mitnehmen. Mehr über die Kandidaten erfahren Sie hier.

"Die Zuschauer erleben ein großes Abenteuer mit vielen Emotionen", zitiert VOX Weber, der in seiner Karriere unter anderem seit etwa zehn Jahren das "ARD-Buffet" moderiert. "Dafür muss hart gekämpft, viel durchlitten und taktisch klug gespielt werden. Die Spieler könnten unterschiedlicher nicht sein, die Kulisse – das vermeintliche Paradies – nicht dramatischer", erklärt der Moderator. Auf einer unbewohnten Insel weitab der Zivilisation gilt es, mit Geschicklichkeit in wilder Natur zu überleben – und sich zugleich mit sozialer Kompetenz der Gruppe anzupassen.

Die Ausgeschiedenen wählen den Sieger

Denn "Survivor" hat neben dem Überlebenskampf und einigen körperlich sehr fordernden Spielen auch einige Gemeinheiten eingebaut. Während die Gewinnergruppe nach den Wettkämpfen Immunität erhält, muss die Verlierergruppe jedes Mal einen Spieler aus den eigenen Reihen wählen, der die Insel verlassen muss. Erst später werden die verbleibenden Spieler in einer Gruppe zusammengeführt. Waren sie vorher noch Gegner, müssen sie nun zusammenarbeiten. In der Finalfolge wählt eine Jury bestehend ausgerechnet aus den zuletzt ausgeschiedenen Spielern den Gewinner. Diese zuvor verärgert zu haben, wäre also keine gute Idee gewesen.

Auch wenn VOX seine Action-Show als "neu" ankündigt, so ganz taufrisch ist sie dann aber doch nicht. "Survivor" gilt als das weltweit erfolgreichste Abenteuer-Format im Fernsehen. Es war bereits in 17 Ländern zu sehen. In den USA beim Network CBS läuft derzeit die 39. Staffel. Und auch deutsche Sender versuchten sich bereits am Überlebenskampf.

RTL II zeigte 2000 und 2001 seine Variante unter dem Titel des schwedischen Originals "Expedition Robinson". Ein weiterer Versuch 2007 bei ProSieben ging indessen baden. Damit dies nicht erneut passiere, versprach VOX für Versuch Nummer drei bereits frühzeitig eine "außerordentlich authentische, anspruchsvolle und moderne Umsetzung" von "Survivor".


Quelle: teleschau – der Mediendienst