Im "Terra X"-Film "Die Rettung Palmyras" von Alexander Hogh und Martin Papirowski sind die enormen Zerstörungen der UNESCO-Weltkulturstätte Palmyra auch anhand von Vergleichsbildern zu sehen.

Eine große Vergangenheit hatte die UNESCO-Weltkulturstätte Palmyra. In der Antike war die Stadt ein globales Handelszentrum im Grenzgebiet zwischen Römischem Imperium und Persischem Reich. Dort trafen Orient und Okzident aufeinander, die Metropole war ein Schmelztiegel der Kulturen und Religionen. Palmyra galt Jahrhunderte lang als Symbol der Vielfalt und der Toleranz. Von dieser jedoch war im Mai 2015 nicht mehr viel übrig.

Als die fanatischen Kämpfer des Islamischen Staates (IS) anrückten, sollte in ihrem engen Religionsbild des Islam genau dieses Zeichen der Vielfalt zerstört werden. Sprengladungen waren schnell an uralten Steinen angebracht. Die Terrormiliz zerstörte die wichtigsten Bauwerke, darunter auch den weltberühmten Bel-Tempel. Geschichte in Schutt!

Der IS wurde aus Palmyra von der syrischen Armee mit russischer Unterstützung erst um den Jahreswechsel vertrieben. Zwischen den Ruinen soll es wieder sicher sein, die zahlreichen vom IS hinterlassenen Sprengfallen sind geräumt.

Das Projekt "Stunde null"

Statt Religionsfanatikern sind nun Mitarbeiter unter anderem vom Deutschen Archäologischen Institut in Palmyra. Sie arbeiten an dem Projekt "Stunde null". Ziel ist es, die Weltkulturstätte wieder aufzubauen, wobei es als sicher gilt, dass der Zustand wie vor dem IS-Einfall nicht mehr wiederherzustellen sein wird. Dennoch sehen viele die Rekonstruktion des kulturellen Erbes für die Menschen auch als Chance. Prof. Hermann Parzinger von der Stiftung Preußischer Kulturbesitz betont: "Die Rettung Palmyras könnte ein Symbol für den Neuanfang in Syrien werden!"


Quelle: teleschau – der Mediendienst