06.02.2021 prisma-Topfgucker

Lecker trotz Lockdown

von Marcus Italiani

Mehr oder weniger freiwillig verbringen im Moment nicht nur unsere Leser ihre Zeit daheim, sondern auch die meisten Schauspieler, Musiker, Kabarettisten oder Moderatoren. Plötzlich sind alle zu Hause in der Normalität der eigenen vier Wände. Jeder muss sich irgendwie verpflegen. Wie sich die Stars aktuell am Kochtopf schlagen, verraten wir in unserer neuen Serie.

Rezept 1 (Liza Tzschirner, Schauspielerin, "Der Ranger"):

Die Geschichte zu meinem Rezept ist ganz unromantisch. Kein Familienrezept, nicht im Traumurlaub aufgeschnappt. Ich liebe Essen! Allerdings habe ich einige nervige Unverträglichkeiten, die mir gängiges „Comfort Food“ unmöglich machen. Laktose, Weizen und Histamin. Da ich aber ein ganz emotionaler Esser bin und mich dringend regelmäßig mit Pasta auf dem Sofa zusammenrollen muss, bin ich erfinderisch geworden. Mais-/Reis-Spaghetti mit Hokkaido-Kürbis, Radicchio, roter Mangold, laktosefreier Feta und Mandeln. Gewürze: Salz, Pfeffer, Peperoncino, Olivenöl und etwas Kürbiskernöl, wenn man will. Ich arbeite gar nicht mit Mengenangaben, ich mache alles nach Gefühl und Tagesform.

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Hokkaido-Kürbis, Radicchio und roten Mangold putzen, kleinschneiden und im Wok dünsten, bis der Kürbis weich ist. Die Mandeln kurz zum Ende der Garzeit zum Erwärmen hinzufügen, würzen. Parallel die Spaghetti in reichlich Salzwasser al dente kochen. Die fertigen Spaghetti abgießen und im Wok mit dem Gemüse vermischen, Olivenöl darübergeben. Auf dem Teller anrichten und den Feta darüberkrümeln. Lecker!

Rezept 2 (Dirk Hoffmann, TV-Koch, u.a. "Abenteuer Leben"):

Auch ‘ne Dose hat ein Verfallsdatum. Deshalb mache ich ein superschnelles, günstiges, gesundes Gericht für die Wintertage. 1 Kopf Endiviensalat, 1 kleiner Radicchio oder andere Wintersalate, ein paar Kirschtomaten, klein gewürfeltes Suppengemüse, 1 mittelgroße Zwiebel, Essig, Öl, Salz, Zucker, Pfeffer aus der Mühle, ein paar Streifen Frühstücksspeck sowie 1 Dose Linsen (kann auch Linsensuppe sein). Die Zwiebel schälen und in kleine Würfel schneiden. Mit dem Suppengemüse und etwas Speiseöl in der Pfanne anbraten. Die Linsen hinzufügen, mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken. Einen ordentlichen Schuss Essig unterrühren. Für zwei bis drei Minuten köcheln lassen. Den geputzten Salat auf einem Teller anrichten und mit Tomaten dekorieren. Die warmen Linsen auf den Salat geben und ab dafür ins Mündchen.

Wer den bitteren Geschmack von dem Salat nicht mag, ha, nicht wundern: Durch das warme Dressing verfliegen die Bitterstoffe. Bis jetzt ist der Salat sogar vegan, aber beim Hoffmann muss da noch was drauf: Frühstücksspeck auf einem Blech mit Backpapier einzeln auflegen und bei 180 Grad etwa sechs Minuten lang knusprig backen. Druff auf‘n Schlot und nun lecker verputzen.

Rezept 3 (Margarita Broich, Schauspielerin, u.a. "Meine Mutter")

Dieses Rezept für zwei bis drei hungrige Esser ist sehr einfach und schmeckt sooo gut. Angeblich war es das Lieblingsrezept von Picasso! Also: 1 Bio-Hähnchen, Kartoffeln für 2 bis 3 Personen, 1 ganze Knoblauchknolle, sehr viel getrockneter, gerebelter Estragon (mit frischem Estragon geht es nicht), Olivenöl, etwas Weißwein, nach Lust und Laune auch Zitrone, Salz und Pfeffer. Als Rheinländerin mache ich Apfelkompott dazu. Da die Kartoffeln und das Hähnchen im selben Bratentopf sind, ist alles gleichzeitig fertig. Sehr praktisch!

Das Hähnchen säubern und mit Öl eintreiben. Innen und außen mit Salz, Pfeffer und viel Estragon würzen. 4 Knoblauchzehen in das Huhn legen. Die Kartoffeln schälen, vierteln und um das Huhn in den Bräter legen. Alles wird mit viel Estragon bestäubt. Die übrigen Knoblauchzehen werden auf dem Huhn und zwischen den Kartoffeln verteilt. Nach Lust können auch einige Zironenspalten auf das Hähnchen gelegt werden. Am Ende mit Olivenöl beträufeln und etwas Weißwein dazugeben. Deckel drauf und eine gute Stunde im Ofen bei 200 Grad mit geschlossenem Deckel braten, dann Deckel abnehmen, 20 bis 30 Minuten bei 180-200 Grad garen. Es wird dann goldbraun. Guten Appetit!

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