Wie weit darf eine teure Behandlung gehen, wenn die Heilungsaussichten gering sind? Derlei moralisch schwierigen Fragen widmet sich die Doku "Unbezahlbare Pillen", die 3sat nun in Erstausstrahlung zur Primetime zeigt.

Um das Gesundheitssystem ist es in Deutschland noch vergleichsweise gut bestellt. Dass sich aber auch hierzulande moralisch komplexe Probleme bei der Finanzierung ergeben, zeigt Stephan Arapovics Dokumentation "Unbezahlbare Pillen".

Der Film stellt unbequeme Fragen: Welche Behandlung darf wie viel kosten? Ist es sinnvoll eine schwere Erkrankung mit teuren Medikamenten zu behandeln, wenn sich die Lebenserwartung dadurch kaum erhöht? Soll die Gesellschaft die kostenlose Behandlung von Risikosportlern und Kettenrauchern mittragen? Was ist überhaupt der Wert eines Lebens? Mit Blick auf Großbritannien ergeben sich möglicherweise auch für uns Lösungen, wie die Doku aufzeigt.

Im Anschluss um 21 Uhr lädt der Talk "Scobel" unter dem Titel "Krankheit als Geschäft" zur weiteren Diskussion über die Zukunft einer humanen Medizin.


Quelle: teleschau – der Mediendienst