Der dramatische Heimatfilm "Vals" der Historikerin und Dokumentarfilmerin Anita Lackenberger spielt 1945 im gleichnamigen Tal in Nordtirol, unweit der Grenze zu Südtirol. Die selbstbewusste junge Rosa (Gerti Drassl), die in Vals eigentlich glücklich ist, erlebt Schlimmes, denn ihr regimekritischer Verlobter Hans (Harald Windisch) wird denunziert und muss am Ende des Krieges noch an die Front.

Peter (Hannes Perkmann), ein überzeugter Nationalsozialist, der Hans verraten hat, bleibt indessen im Ort. Vor allem die Eifersucht auf Hans führte zu seinem Verrat. Doch auch sein Wunsch nach einer Öffnung des Tals in die Moderne führt zum schwer wiegenden Konflikt mit Rosa und den anderen Bewohnern der Ortschaft, die vor einer Zerreißprobe steht.

"Auf der Tonspur dominieren die schwebenden Klänge der ladinischen Formation Rosa Mystica, wo stille Szenen wohl stärker gewirkt hätten", schrieben die "Salzburger Nachrichten" nach der Premiere 2014. "Doch 'Vals' leistet etwas Seltenes, Bemerkenswertes: eine gleichberechtigte Schilderung von Frauen- wie Männerleben während der Kriegsjahre in den Bergen." Gerti Drassl wurde für ihre Rolle für den österreichischen Filmpreis 2016 nominiert. 3sat zeigt den Film am späten Abend.


Quelle: teleschau – der Mediendienst