Vor allem in deutschen Großstädten sind Wohnungen knapp und die Mieten hoch. Die VOX-Doku "Wohnwahnsinn": Wo können wir noch leben?" zeigt, wie sich das auf den Alltag vieler Menschen auswirkt.

Exorbitante Mietsteigerungen, astronomische Immobilienpreise, Gentrifizierung einst günstiger Viertel: In vielen deutschen Städten ist Wohnen zum Luxus geworden. VOX beleuchtet in der "Spiegel TV"-Reportage "Wohnwahnsinn – Wo können wir noch leben?", wie sich der angespannte Wohn- und Mietmarkt auf den Alltag der Menschen auswirkt. Welchen Prekarisierungsprozessen das Grundbedürfnis eines Dachs über dem Kopf unterliegt, zeigt vor allem die Lage in den Großstädten, wie der Film aufschlüsselt: Rund 1,3 Millionen Haushalte geben demnach einen Großteil ihres Einkommens für Miete aus – und müssen vom Rest unterhalb des Hartz-IV-Niveaus leben.

An mehreren Beispielen zeigt die Reportage auf, mit welchen Strategien sich unterschiedlichste Menschen dem Wohn-Albtraum zu entziehen versuchen. Da ist die mit Zwillingen schwangere Mutter, die mit Tochter und Mann auf acht Quadratmetern beim Stiefvater lebt – und dringend eine neue Bleibe benötigt. Da ist der als Fotograf arbeitende Wohnungsmarkt-Aussteiger, der als "Dachzeltnomade" in einem Zelt auf seinem Auto lebt – wie Hunderte Gleichgesinnte auch.

Welche Alternativen es zum teuren Wohnen gibt, zeigen auch Modelle wie die auf wenige Quadratmeter beschränkten und mietfreien Tinyhouses oder der Verein "Haushalten", der aus den leerstehenden Gründerzeitwohnungen im Leipzig der Nachwendezeit günstigen Wohnraum schuf – und sich heute gegen die Gentrifizierung plötzlich hipper Stadtteile durchsetzen muss.


Quelle: teleschau – der Mediendienst