Das hat er vor

Hans Sigl spricht überraschend offen über sein „Bergdoktor“-Ende

15.01.2026, 09.31 Uhr
Noch brennt er für die Rolle – doch für den Fall der Fälle hat der TV-Star bereits eine genaue Vorstellung, wie er die Serie verlassen will.
Hans Sigl als Dr. Martin Gruber in "Der Bergdoktor"
Hans Sigl hat im Podcast "SWR1 Leute" verraten, wie er sich seinen Ausstieg beim "Bergdoktor" vorstellt.  Fotoquelle:  ZDF/ Erika Hauri

Seit mehr als 15 Jahren prägt Hans Sigl das Gesicht von Dr. Martin Gruber – und doch denkt der Schauspieler inzwischen auch über ein mögliches Ende nach. Im Podcast „SWR1 Leute“ sprach der 56-Jährige offen darüber, wie lange sich die Geschichte des „Bergdoktors“ noch erzählen ließe und welches Bild er für einen eigenen Abschied im Kopf hat. Dabei wurde deutlich: Sollte es eines Tages so weit sein, hätte Sigl sehr genaue Vorstellungen davon, wie dieser Moment aussehen müsste.

Auch, wenn Sigl aktuell noch nicht daran denkt, seine Rolle als Dr. Gruber abzulegen, hätte er für sein Serien-Aus eine Wunschvorstellung: "Mein Bild ist ganz klar, ich wüsste, wie ich das inszenieren würde." So würde Martin Gruber "aufgrund einer Geschichte, die noch zu finden wäre", beschließen, Ellmau wieder zu verlassen. "Er würde in meiner Version genauso in den Zug einsteigen, wie er in Folge 1 ausgestiegen ist", erklärt Sigl und betont: "Das muss so sein, dann wäre die Klammer perfekt."

Seinen Charakter einfach sterben zu lassen, fände er als Lösung "nicht schick". Dass Martin Gruber Ellmau aus eigenen Stücken wieder verlässt, wäre dagegen ein "angemessenes Ende": "Dass er wieder seines Weges zieht und dann eine Phase seines Lebens da in seiner Heimat verbracht hat."

Hans Sigl liebäugelt mit eigener Late-Night-Show

Podcast-Host Jens Wolters möchte wissen, wie Sigl spüre, "ob er noch für die Rolle brennt, oder nicht". Sigl erklärt, er merke dies "beim Gucken". So schaue er sich die neuen Folgen stets linear im Fernsehen an – und zwar im Stehen. "Wenn ich es mir nicht mehr anschauen würde und sagen würde 'Dann schreibt mir mal, wie die Quote war', dann wäre ich glaube ich am falschen Platz."



Auch, was neue Drehbücher angehe, verspüre er immer noch eine "Einlassungslust" und lese sie sofort, sobald sie ihm vorgelegt würden. Würde er diese Lust nicht mehr verspüren, wäre dies "Stufe 2". Sollte es einmal so weit kommen, vermutet Sigl, dass er bereits vorher "Anzeichen" bemerken würde, dass es Zeit sei aufzuhören.

An weiteren Ideen und Wünschen rund um die Arbeit mangelt es dem gebürtigen Österreicher nicht. "Ich würde gerne mal Theaterregie führen", erklärt er. Auch bei einem Film Regie zu führen, könne er sich vorstellen.

Ein anderer großer Wunsch des 56-Jährigen: "Wozu ich tatsächlich Lust hätte, und das eigentlich schon immer, ich hätte gerne eine Late-Night-Show", gesteht Sigl. Er spreche gerne mit Menschen und trage ein "gewisses Show-Gen" in sich: "Harald Schmidt hat das super gemacht", betont Sigl und erklärt, er verstehe nicht, warum es bis heute – abgesehen von Jan Böhmermanns "ZDF Magazin Royale" und Klaas Heufer Umlaufs Show "Late Night Berlin" – keine regelmäßige, monatliche Late-Night-Show mit tollen Gästen gebe, in der "man sich empathisch miteinander unterhält, über die Themen dieser Welt." Sigl stellt klar: "Ich wäre ready."


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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