„Sehr entwürdigend“: Das passierte Sebastian Ströbel beim „Bergretter“-Dreh
Als Markus Kofler wirkt Sebastian Ströbel in „Die Bergretter“ wie jemand, den so schnell nichts aus der Ruhe bringt: Er hängt an Helikoptern, klettert durch Felswände und rettet Menschen aus Situationen, in denen andere längst aufgegeben hätten. Doch ausgerechnet eine Geschichte, die der Schauspieler jetzt von einem Dreh erzählte, kratzt ordentlich am Bild des unerschütterlichen TV-Helden. Denn was am Set passierte, war für Ströbel nicht nur schmerzhaft, sondern vor allem eines: ziemlich peinlich.
„Das war sehr entwürdigend“, sagt er rückblickend. Damit meint er jedoch nicht etwa die gefährlichen Rahmenbedingungen, die Kälte oder Knochenbrüche – sondern den Moment danach.
Sebastian Ströbel bricht sich bei „Die Bergretter“ zwei Finger
Bei Dreharbeiten zur 18. Staffel „Die Bergretter“ führte Ströbel – wie so oft – einen Stunt selbst aus. Er sprang einen Hang hinunter, sicherte sich mit der Rucksackschlaufe in einer Astgabel und wollte mit der anderen Hand eine Person retten. Nasses Wetter und rutschiger Untergrund forderten ihren Tribut – der anschließende harte Aufprall war unabwendbar.
Dabei brach er sich zwei Finger. Trotz Schmerzen und Schock spielte er am Drehtag bis zum planmäßigen Ende. Die chirurgische Behandlung in Salzburg erfolgte erst im Anschluss. Heute zeugt ein krumm zusammengewachsener Finger von dem Unfall - sein „Andenken an die 'Bergretter'“, wie er es selbst nennt.
Sebastian Ströbels peinlicher Moment nach dem „Bergretter“-Stunt
Peinlich wurde es erst nach dem Take. Für die nächste Szene musste ihm das Team die Hose ausziehen. Ströbel stand verletzt, frierend und lediglich in Unterwäsche auf dem Berg. „Wenig heldenhaft“, sagt er. „Sehr entwürdigend.“ Eine Szene, die so gar nicht zu dem Bild passt, das Millionen Zuschauer und vor allem wohl Zuschauerinnen von ihm haben.
Sebastian Ströbel übernimmt fast alle Stunts bei „Die Bergretter“
Ströbel ist bekannt dafür, fast alle Stunts selbst auszuführen. Er liebt die Körperlichkeit seines Berufs, das Klettern, das Hängen im Gurt, das Arbeiten am Limit. „Ich liebe es, mich da reinzuschmeißen“, verrät er. Muskelkraft helfe, wenn man gegen Felsen pralle. Für ihn gehören Risiken einfach dazu. „Wo gehobelt wird, fallen Späne“, so sein Motto.
Sebastian Ströbel und die Sicherheit am „Bergretter“-Set
Gedreht wird in Ramsau am Dachstein, auf bis zu 1.800 Metern Höhe. Am Set sind immer echte Bergretter anwesend, um die Schauspieler zu sichern. Sicherheit hat immer höchste Priorität, egal wie spektakulär die Szenen später aussehen.
Trotz professioneller Hilfe vor Ort sind die Bedingungen äußerst hart: Kälte, Wind, Wetterumschwung, Fliegen im Mikrofon, ständige Planänderungen. Was im Fernsehen nach alpinem Abenteuer aussieht, ist in Wirklichkeit oft ein logistischer Kraftakt.
Warum „Die Bergretter“ für Sebastian Ströbel mehr als ein Job sind
Ströbel beschreibt das Set als eine Art Schicksalsgemeinschaft. Die Crew verbringt Monate in der Steiermark, viele pendeln zwischen Familie und Drehort. Fan-Wanderungen, Community-Tage und der direkte Austausch mit Zuschauern gehören fest dazu. Viele Fans berichten sogar, dass sie sich durch die Serie für ein Ehrenamt in der Bergrettung interessieren.
Held im TV – Mensch am Berg
Der Unfall hat Ströbel nicht vorsichtiger gemacht. Das exakte Gegenteil ist der Fall. Er spricht gelassen darüber, zeigt seinen krummen Finger in Talkshows und sagt: Für elf Jahre „Bergretter“ sei das ein fairer Preis.
Was bleibt, ist eine ehrliche Geschichte, die zeigt, dass hinter den TV-Helden ganz normale Menschen stehen - mit Schmerzen, Peinlichkeiten und einer riesigen Leidenschaft für ihren Beruf. Auch wenn das bedeutet, dass unter Umständen ein „Held“, nur mit einer Unterhose bekleidet, frierend auf einem Berg steht.
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