Theaterunfall

Unfall im Theater: Lars Eidinger verletzt Zuschauerin mit Degen

25.02.2026, 13.03 Uhr
Die Aufführung von Shakespeares Richard III. an der Schaubühne Berlin wird zum echten Drama, als die Requisiten den Bühnenrand verlassen und eine Zuschauerin verletzt wird. Ein Zwischenfall, der nicht nur die Inszenierung unterbricht, sondern auch die Sicherheit im Theater in den Fokus rückt.
Lars Eidinger spielt Richard III. im Theater.
Lars Eidinger spielt Richard III. im Theater. Jetzt gab es einen Vorfall mit dem Degen.  Fotoquelle: picture alliance / Photoshot

Das Stück „Richard III.“

Auf der Schaubühne Berlin intrigiert sich momentan Shakespeares „Richard III.“ an die Macht. Im Stück geht es bekanntlich blutig zu. Richard III., obwohl nicht der nächste in der Thronfolge und missgebildet, möchte König werden. Dafür geht er buchstäblich über Leichen. Brüder, Neffen, einst treue Gefährten – sie alle ermordet er oder lässt sie auf seinen Befehl hinrichten. Bis nur noch er übrig ist. Am Ende jedoch wird der Tyrann vom letzten Überlebenden des Hauses Lancaster in einer Schlacht besiegt. Es beginnt die Tudor-Dynastie.

Zuschauerin trifft Degen am Kopf

In der Schlussszene, in der Richard III. in der aktuellen Inszenierung der Schaubühne von Shakespeares gleichnamigen Stück gegen seine inneren Dämonen kämpft, verlässt der Kampf die Fiktion und wird Realität. Lars Eidinger, der Richard III. verkörpert, rutscht der Degen aus der Hand. Er schlittert über den Bühnenrand. Der Griff trifft eine Zuschauerin am Kopf. So heftig, dass sie eine blutige Wunde davonträgt. In der ersten Reihe sitzt man eben manchmal gefährlich – nicht erst, seit Lars Eidinger mit dem Degen wild um sich schlägt. Manche Inszenierungen sind dafür bekannt, dass sie Zuschauende in Mitleidenschaft ziehen. Manchmal spritzen Kunstblut, Urin oder Spucke in den Zuschauerraum. Richard III.-Schauspieler eilt schnell zur Hilfe. In diesem Stück ist die Mitleidenschaft eigentlich Unbeteiligter jedoch nicht gewollt. Eidinger unterbricht das Stück sofort. Er lässt das Saallicht anschalten, eilt zur Zuschauerin, entschuldigt sich und ruft nach einem Arzt.

Glück im Unglück

Die Zuschauerin wird noch vor Ort von der Theaterärztin versorgt. Am nächsten Tag telefonierte Eidinger mit der Zuschauerin, um sich nach ihrem Befinden zu erkundigen. Sie wurde zum Glück nur leicht verletzt.

Die Vorstellung wurde am Donnerstagabend nicht mehr fortgesetzt, die zukünftigen Vorstellungen finden jedoch planmäßig statt. Auch werde man den Ablauf der Kampfszene noch einmal mit den Stuntkoordinatoren prüfen, um solche Unfälle zu vermeiden, teilte die Schaubühne Berlin mit.



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