Zu extrem fürs Fernsehen? Diese Christian-Ulmen-Folge blieb unveröffentlicht
Christian Ulmen ist für Humor bekannt, der selten Rücksicht nimmt. Doch bei einer früheren TV-Produktion wurde es offenbar selbst den Verantwortlichen zu viel. Eine Folge schaffte es nie auf den Bildschirm, und nun erzählt der Schauspieler, was damals passiert ist.
Darum ging Christian Ulmen in „Mein neuer Freund“ so weit
Ob als Knut, der stinkende, ungepflegte Alleinunterhalter, oder in der Rolle des menschenverachtenden Schnösels Alexander von Eich – für die ungewöhnliche Reality-TV-Sendung „Mein neuer Freund“ schlüpfte Christian Ulmen in verschiedene Charaktere. In dem TV-Experiment ging es darum, mit einem Kandidaten oder einer Kandidatin das Wochenende zu verbringen. Dabei wissen nur die beiden, Christian Ulmen und sein Kandidat, dass das Geschehen gefilmt wird.
Freunde und Familie des Mitspielers waren ahnungslos. Christian Ulmen sollte dabei den neuen Freund darstellen, der es durch sein unangenehmes Verhalten, dem Mitspielenden nicht einfach machte, das Wochenende durchzustehen. Wenn der Kandidat die Situation bis zum Schluss nicht auflöste, gewann er 10.000 Euro. „Acht Wochen in fremden Haushalten ans Intimste zu gehen, dort jeweils drei Tage am Stück ununterbrochen eine extreme Figur zu spielen, das hat mich durchaus mitgenommen“, verrät der Schauspieler.
Christian Ulmen erinnert sich an besonders extreme Restaurant-Szene
Die Reality-TV-Sendung lebte von peinlichen Situationen, doch eine Folge überschritt dabei eine Grenze. „Da habe ich eine Figur gespielt, die sich auf eine nacheifernde Art und Weise an einen Jungen dranhängte“, beschreibt Christian Ulmen diese Episode im Interview mit der Süddeutsche Zeitung. Dabei habe er den Freunden seines Kandidaten Erpresserbriefe geschrieben. Dann soll es zu einer Szene gekommen sein, in der man als Schauspieler keine Hemmungen haben darf.
„Es gipfelte darin, dass ich mir in Anwesenheit seiner Familie vor Aufregung in die Hosen machte“, erinnert sich der Ex-Mann von Collien Fernandes. „Was sehr schwierig ist, zumal in einem Restaurant, weil man verinnerlicht hat, dass man das nicht tut. Eine Method Acting-Leistung!“, fügt Christian Ulmen hinzu. Obwohl der 50-Jährige allerlei Peinlichkeiten vor der Kamera macht, berichtet er, dass es in seinem Privatleben gegenteilig sei und ihm sehr viele unangenehme Begebenheiten mit Scham erfüllen würden.
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