"RTL Spezial: Häme, Hetze, Hass"

Cathy Hummels stattet ihren Online-Hatern einen Besuch ab

Immer wieder wird Cathy Hummels online beschimpft. Nun wollte sie den Grund dafür herausfinden.
Immer wieder wird Cathy Hummels online beschimpft. Nun wollte sie den Grund dafür herausfinden.  Fotoquelle: 2021 Hannes Magerstaedt/Getty Images

Cathy Hummels dreht den Spieß um: Im Rahmen des "RTL Spezial: Häme, Hetze, Hass – Der tägliche Angriff aus dem Internet" schaute sie persönlich bei Menschen vorbei, die sie im Netz immer wieder beschimpfen.

Hass und Häme im Netz sind keine Seltenheit: Tag für Tag werden vor allem Prominente von wildfremden Nutzerinnen und Nutzern auf Facebook, Instagram und Co. angefeindet. Doch was verleitet Menschen zu derartigen Taten? Das wollte die Influencerin Cathy Hummels zusammen mit der Investigativ-Reporterin Pia Osterhaus herausfinden. Im "RTL Spezial: Häme, Hetze, Hass – Der tägliche Angriff aus dem Internet" präsentierten sie am Montagabend ihre Ergebnisse.

Zusammen mit dem RTL-Verifizierungsteam galt es zunächst, möglichst viele Informationen über die Verfasserinnen und Verfasser der Hassbotschaften herauszufinden. Anhand ihrer Social-Media-Profile, geliketen Seiten, aber auch den vernetzten Freunden gelang es dem Team, den Wohnort mehrerer Täterinnen und Täter ausfindig zu machen. Anschließend sollten diese an ihrer jeweiligen Wohnadresse besucht und von Hummels persönlich zur Rede gestellt werden.

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Unter anderem besuchten sie eine junge Mutter. Diese hatte Hummels schon mehrfach online beleidigt. Ein Beispiel las Osterhaus in der Doku vor: "Du bist psychisch krank. Leg dein Handy weg und lass dich einweisen." Vor der Konfrontation zeigte sich Hummels fassungslos und gespannt: "Ich kann diesen Hate nicht nachvollziehen." Sie habe sich das Profil der Frau einmal genauer angeschaut und festgestellt, dass diese ihr nicht einmal auf Instagram folge. Das heißt, sie müsse das Profil immer wieder extra aufrufen, um ihren Hass zu entladen.

Als Hummels und Osterhaus dann vor der Wohnungstür der Verfasserin standen, reagierte diese schockiert. "Was an mir reizt dich denn so?", fragte Hummels, bekam allerdings weder eine Antwort noch eine Entschuldigung. Hummels war dennoch zufrieden: "Für mich war es ehrlich gesagt spannend, einfach mal so eine Reaktion zu sehen. Sie war komplett schockiert. Ich weiß auch gar nicht, ob sie in Zukunft nochmal hatet."

In einem zweiten Fall bekam Hummels schließlich doch eine Entschuldigung: "Entschuldigung, dass ich das jetzt so sage, aber da dürfen meine Eltern auf keinen Fall was davon mitbekommen", erklärte ein junger Mann am Telefon. Eine wirkliche Begründung für seine Tat hatte jedoch auch er nicht: Das Thema Gendern, um den es in Hummels Post ging, rege ihn einfach auf, erklärte er. Das zweistündige "RTL Spezial: Häme, Hetze, Hass – Der tägliche Angriff aus dem Internet" wurde von Steffen Hallaschka moderiert und ist auch bei Streaming-Anbieter TVNOW abrufbar.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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