"xXx: Die Rückkehr des Xander Cage" zeigt, dass Vin Diesel immer für eine Überraschung gut ist. Nachdem er in "xXx – Triple X" (2002) gestorben war und dem Sequel 2005 fern blieb, ist der Actionstar mit dem markanten kahlen Schädel im dritten Teil wieder an Bord.

Darin pflügt er auf Skiern durch den Dschungel und mit gnadenlosem Kick-Boxing durch die Reihen bis an die Zähne bewaffneter Gegner. Jetzt läuft der Action-Kracher bei ProSieben erstmals im Free-TV.

Xander Cage (Vin Diesel) ist wieder da. Seinen Tod nur vortäuschend, hatte Cage Jahre in einer Art selbstgewähltem Exil verbracht. Daraus beruft ihn die zickige Regierungsbeamtin Jane Marke (Toni Collette) ab. Cages bisheriger Kontaktmann Augustus Gibbons ist in New York anscheinend von einem herabstürzenden Satelliten erschlagen worden – ein Terroranschlag.

Mit den Methoden von Funsport und Nahkampf und unterstützt von einem Team nimmt es Cage mit einem "Alphakrieger" namens Xiang (Donnie Yen) auf, der mit einem tabletgroßen digitalen Endgerät mit Namen "Büchse der Pandora" angeblich Satelliten auf Großstädte lenkt. Im Gewitter explosiver Auseinandersetzungen lässt es Cage ordentlich krachen, aber auch seinen Charme spielen.

Dabei schmachten Cage unzählige Bikini-Schönheiten in diesem exotisch-strandbarlastigen Film an. Das schreit nach einer Umfrage, wie beliebt haarlose tattoobedeckte Muskelprotze mit Dauergrinsen und nichts auf der hohen Kante bei Frauen wirklich sind. Die Männer hinter der Kamera sind freilich kritischer zu beurteilen.

Die Story aus der Feder von F. Scott Frazier ist bei den letzten großen Superheldenfilmen abgekupfert: Die Guten geraten sich in die Haare und verlieren die Bösen fast aus den Augen. Dazu passen Fraziers Sprechbeiträge, die die Infantilitäten von "xXx: Die Rückkehr des Xander Cage" ganz gut darstellen.

Größere Sorgen bereitet Regisseur D. J. Caruso. Der hat sich eher als Spezialist für Paranoia-Thriller einen Namen gemacht. Die Action-Themen von "xXx: Die Rückkehr des Xander Cage" liegen ihm nicht. Eine Wasserskiverfolgungsjagd auf Motorrädern zwischen Cage und Xiang im Indischen Ozean säuft ab, weil die Kamera keinen Blickwinkel findet, von dem aus sie mittendrin statt nur dabei wäre. Auch Cages Zweikämpfen mit Xiang mangelt es an innerer Dynamik und klugen Aufmerksamkeitspunkten. Was herauskommt, ist ein mager inszenierten Radau, der sich nur an wirklich unerschütterliche Fans richtet.


Quelle: teleschau – der Mediendienst