Spielte schon unter Spielberg: Bettina Kupfer.
Fotoquelle: © Jeanne Degraa

Bettina Kupfer

Lesermeinung
Geboren
19.07.1953 in Kornwestheim, Deutschland
Alter
67 Jahre
Sternzeichen
Biografie

Ausgebildet an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Stuttgart, spielte Bettina Kupfer an verschiedenen Theatern, so etwa am Schauspielhaus Düsseldorf, am Staatstheater Stuttgart und am Stadtheater Basel. So sah man sie in tragenden Rollen wie die Lulu in dem gleichnamigen Bühnenstück, als Ophelia in "Hamlet", als Johanna in "Die Jungfrau von Orleans", als Gretchen in "Faust" und in der Hauptrolle als Ibsene "Nora" in Ibsens "Nora". Schon diese kleine Auswahl zeigt die schauspielerische Bandbreite von Bettina Kupfer.

Daneben ist die gebürtige Kornwestheimerin und Wahl-Hamburgerin aber auch eine gefragte TV- und Kinodarstellerin. Hier wohl berühmteste Rolle spielte sie in dem mit sieben Oscars ausgezeichneten Geschichtsdrama "Schindlers Liste" (1993) von Hollywoodregisseur Steven Spielberg, der sie neben so populären Darstellern wie Liam Neeson, Ben Kingsley und Ralph Fiennes besetzte. Zu diesem Zeitpunkt war Bettina Kupfer in der deutschen TV-Landschaft noch weitgehend unbekannt, obwohl sie bereits 1988 in Vivian Naefes Liebesfilm "Pizza-Express" zu sehen war. An der Seite von Hannelore Elsner und August Zirner spielte sie die Frau eines Pizzabuden-Betreibers, die durch Zufall in eine recht merkwürdige Situation gerät.

Nach dem überragenden Erfolg von "Schindlers Liste" war man allerdings auch in Deutschland auf Bettina Kupfer aufmerksam geworden, die Rollenangebote häuften sich nun: 1994 sah man sie in Hans-Christoph Blumenbergs Künstlerbiographie "Beim nächsten Kuss knall ich ihn nieder", die das Leben des Ufa-Regisseurs Reinhold Schünzel zeigt. Erneut unter der Regie von Vivian Naefe entstand im gleichen Jahr die Beziehungskomödie "Man(n) sucht Frau", in der Bettina Kupfer die Frau spielt, die Christoph Waltz die Wochenenden versüsst, der sie aber nicht heiraten will. Als Leihmutter für ihre Filmschwester sah man Bettina Kupfer dagegen in Gabriela Zerhaus TV-Film "Das Wunschkind". Da die künstliche Befruchtung nicht klappt, springt sie kurzerhand mit ihrem Film-Schwager alias Heiner Lauterbach ins Bett... Für die Rolle der Katharina wurde Bettina Kupfer mit dem Bayerischen Fernsehpreis als beste Darstellerin ausgezeichnet.

Daneben spielte Kupfer in so erfolgreichen TV-Serien wie "girl friends - Freundschaft mit Herz" (1996), in der sie an der Seite von Mariele Millowitsch und Walter Sittler vor der Kamera stand, in dem Krimi "Martin Berg: Tod eines Lehrers" (1996) verkörperte sie die mordverdächtige Ex-Frau des Opfers, für den Thriller "Vergewaltigt - Die Wahrheit und andere Lügen" (1996) stand sie mit Herbert Knaup, Jan Josef Liefers und Barbara Auer vor der Kamera, während "Tatort"-Kommissar Klaus J. Behrendt ihr Partner in dem Krimi "Ein Vater unter Verdacht" war. 1998 folgte das Liebesdrama "Gestern ist nie vorbei" von Sigi Rothemund, in dem Bettina Kupfer mit ihrem Ex-Mann alias Uwe Kockisch konfrontiert wird, der sie ihrem neuen Lebenspartner (dargestellt von Dieter Landuris) entfremden will.

Mit Kockisch war die Darstellerin zwei Jahre später übrigens auch in dem Familiendrama "Opferlamm - Zwischen Liebe und Hass" zu bewundern, das wieder von Rothemund inszeniert wurde. Ein gefühlbetontes, zweiteiliges Familiendrama war dagegen "Meine grüne Freiheit - Ein Frühling in Irland" (1999), in dem Bettina Kupfer als geschiedene Mutter zweier Kinder nach Irland auswandert und dort ihr neues Glück findet. Gelungen ist auch der Liebesfilm "Schutzengel gesucht" (2000) von Miguel Alexandre, in dem Kupfer eine alleinstehende Frau verkörpert, die sich zu Silvester das Leben nehmen will. Doch dann trifft sie den Busfahrer Eddie (Armin Rohde)... Nach verschiedenen Episodenrollen in TV-Serien wie "Wolffs Revier", "Drei mit Herz" oder "Ein Fall für zwei" besetzt sie erneut Hans-Christoph Blumenberg, diesmal in der Episode "Breslau brennt!" seines Dreiteilers "Kinder der Flucht" (2006). Und mit Peter Sattmann spielte sie in der Liebeskomödie "Noch einmal zwanzig sein ..." (2007), der einen grantigen Ehemann und Fischhändler gibt, der nach 20 Jahren Ehe seine Frau immer wieder vor den Kopf stößt.

Weitere Filme mit Bettina Kupfer: "Doppelter Einsatz - Daniel verschwindet" (1996), "Kind zu vermieten" (1997), "Bangkok - Ein Mädchen verschwindet" (1998), "Schwiegermutter" (1999), "Tatort - Eine unscheinbare Frau" (2001), "Bella Block - Kurschatten", "Tatort - Bienzle und der süße Tod" (beide 2002), "Stubbe - Von Fall zu Fall: Opfer im Zwielicht" (2003), "Dem Himmel sei Dank", "Tatort - Bienzle und der Tod in der Markthalle" (beide 2005), "Die Kinder der Flucht - Breslau brennt!" (2006), "Pfarrer Braun: Braun unter Verdacht" (2007), "Vater aus Liebe" (2008), "Rettet Raffi" (2014).

Filme mit Bettina Kupfer

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