Gil Ofarim wurde 1982 in München geboren und wuchs in einer musikalisch geprägten Familie auf. Sein Vater Abi Ofarim war als Sänger international bekannt. Schon früh kam Gil mit Musik und Bühnenauftritten in Kontakt. Als Jugendlicher wurde er von einer Redakteurin der Jugendzeitschrift „Bravo“ entdeckt und erhielt kurz darauf einen Plattenvertrag.
Ende der 1990er-Jahre startete seine Karriere als Popmusiker. Mit englischsprachigen Songs veröffentlichte er mehrere Singles und Alben, die sich vor allem an ein junges Publikum richteten. In dieser Zeit war er regelmäßig in Musiksendungen, Magazinen und auf Tourneen präsent. Seine ersten Erfolge brachten ihm eine breite Bekanntheit im deutschsprachigen Raum.
In den folgenden Jahren verlagerte Ofarim seinen musikalischen Schwerpunkt stärker in Richtung Rock. Er arbeitete als Solokünstler und gründete Bands wie Zoo Army und Acht. Parallel dazu war er auch im Schauspiel- und Fernsehbereich tätig, unter anderem in Serien, Musicals und Unterhaltungsformaten. 2017 nahm er an der Tanzshow „Let’s Dance“ teil, im Jahr 2026 ist Ofarim außerdem Kandidat der RTL-Show „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“.
Privat war Ofarim zeitweise verheiratet und ist Vater von zwei Kindern. Neben seiner künstlerischen Arbeit geriet er in den vergangenen Jahren durch öffentliche und juristische Auseinandersetzungen in die Schlagzeilen. Konkret rückte Ofarim ab 2021 wegen seiner Antisemitismusvorwürfe gegen ein Leipziger Hotel in den Fokus: Er hatte öffentlich behauptet, ein Mitarbeiter habe ihn wegen einer sichtbaren Davidsternkette diskriminiert; später räumte er vor Gericht ein, dass diese zentrale Szene so nicht stattgefunden hatte, wurde daraufhin wegen falscher Verdächtigung und Verleumdung zu einer Bewährungsstrafe verurteilt