Tennessee Williams

Thomas Lanier Williams
Lesermeinung
Geboren
26.03.1911 in Columbus, Mississippi, USA
Gestorben
25.02.1983 in New York City, New York, USA
Sternzeichen
Biografie
"Wenn ich je eine Heimat gehabt hätte, so war dies New Orleans, wo ich immer gelebt habe und das mich mehr als jeder andere Teil der USA mit Stoff versorgt hat." So Tennessee Williams, Amerikas berühmter Dramatiker. Am Broadway in New York feierte er Triumphe; aber in den Süden der Vereinigten Staaten kehrte er immer wieder zurück - magisch angezogen von New Orleans, mit seinem französischen Viertel: von Key West, wo er sich ein Haus kaufte und wo er in Hemingways Bar Sloppy Joe's verkehrte. Tennessee Williams und der amerikanische Süden! Diese Liebe hielt ein ganzes Leben, so viel länger als seine menschlichen Beziehungen.

Tennessee Williams wurde in Columbus, Mississippi, geboren. Sein Vater, ein Handlungsreisender mit Vorliebe für Poker, Alkohol und leichte Damen; seine Mutter, eine puritanische, verklemmte Dame. Williams' Jugend, die er zum größten Teil bei Großvater Dakin verbrachte, war belastet von extremer Schüchternheit, eine Schüchternheit, die sich später in andere Extreme verkehrte: Drogen und Alkoholmißbrauch. Die Folge: psychische und physische Zusammenbrüche. Viele seiner Bühnenfiguren teilen seine lebenslange Suche nach Trost und Geborgenheit; sie spiegeln aber auch jene Lebenslüge, die er sich selbst immer wieder auftischte: am Rande des Untergangs, ganz einfach "glücklich zu sein". Den Namen Tennessee nahm der Schriftsteller später in Erinnerung an jenen US-Staat an, in dem seine Vorfahren als harte Pioniere Ruhm erworben hatten.

Die beengte Großstadtatmosphäre und die einfache, puritanische Lebensweise seiner Kindheit und Jugend spiegelt sich nahezu durchgängig im literarischen Werk des Dramatikers wider. Ob in "Der Mann in der Schlangenhaut", "Die Katze auf dem heißen Blechdach" oder "Süßer Vogel Jugend" - immer stellt Williams der individuellen Illusion die grausame Realität gegenüber, und seine Helden sind meist verlorene, vereinsamte und oft neurotisch veranlagte Personen. Um nicht als Poet des Morbiden abgestempelt zu werden, schrieb Williams auch Komödien, u. a. "Zeit der Anpassung".

Mehrfach wurden seine Stücke mit dem begehrten Pulitzerpreis ausgezeichnet, gewannen die filmischen Protagonisten Trophäen, allen voran Marlon Brando und Vivien Leigh in "Endstation Sehnsucht". "Der Mann in der Schlangenhaut" geht auf Williams Theaterstück "Orpheus steigt herab" von 1957 zurück. Mit Anna Magnani (eine enge Freundin von Williams, die auch in der Film-Adaption von "Die tätowierte Rose" neben Burt Lancaster spielte), Marlon Brando und Joanne Woodward in den Hauptrollen hat Sidney Lumet einen Film von beängstigend-beklemmender Atmosphäre geschaffen.

In John Hustons meisterhaft inszeniertem Film "Die Nacht des Leguan" gibt es eine Begegnung zwischen Richard Burton als Pfarrer Shannon, der aus aus dem Kirchendienst entlassen wurde, und Deborah Kerr in der Rolle der alten Jungfer Hannah Jelkes. Noch 1993 enstand der Film "Plötzlich im letzten Sommer" (nach einer ersten Verfilmung Plötzlich im letzten Sommer), der sich eng an die Vorlage hält und in dem Natasha Richardson und Maggie Smith zu sehen sind.

Williams starb im Alter von 71 Jahren in einem New Yorker Hotel an den Folgen eines Unfalls. Wie die Obduktion ergab, war er an der Verschlusskappe eines Sprühfläschchens erstickt, die aus unbekannter Ursache in seine Luftröhre geraten war. Weitere Filme nach Tennessee Williams: "Baby Doll - Begehre nicht des anderen Weib" (1956), "Zeit der Anpassung" (1962), "Dieses Mädchen ist für alle" (1965), "Brandung" (1967), "Die Glasmenagerie" (1987), "Orpheus steigt herab" (1990).

Filme mit Tennessee Williams

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