Karl Malden

Karl Malden, der Mann mit der Knollennase. Vergrößern
Karl Malden, der Mann mit der Knollennase.
Fotoquelle: Everett Collection/shutterstock.com
Mladen George Sekulovich
Geboren: 22.03.1912 in Chicago, Illinois, USA
Sternzeichen: Widder
Gestorben: 01.07.2009 in Brentwood, Los Angeles, Kalifornien, USA

Mit Hut, Knubbelnase (er hatte sich beim Basketball-Spiel zweimal die Nase gebrochen) und schiefem Blick war Karl Malden deutschen Fernsehzuschauern der Siebziger- und Achtzigerjahre ein Begriff: Detektivleutnant Mike Stone, der Held von "Die Straßen von San Francisco". Mike gehört wie "Kojak" alias Telly Savalas zu den weicheren Polizisten, den wenigen mit Sinn für die Menschen, vor allem für jene Unterprivilegierten in den Slums und Ghettos. Stets in seiner Begleitung findet man von 1972 - 1976 Inspektor Steve Heller alias Michael Douglas; im Herbst 1976 löste ihn Inspektor Dan Robbins alias Richard Hatch ab. Die TV-Erfolgsserie basiert auf den Charakteren Carolyn Westons "Poor, Poor Ophelia".

Schon während seiner Schulzeit an der Emmerson High School in seiner Heimatstadt Gary war der Sohn einer tschechischen Mutter und eines serbischen Vaters ein begeisterter Sportler. Baseball, Basketball und Football waren seine Leidenschaften. Talent und Erfolg brachten ihm ein Stipendium an der Lehrerhochschule Arkansas in Conway ein. Doch beim Studium machte ihm nur der praktische Sport Spaß, die Vorlesungen schwänzte er häufig, nach einem Jahr gab er das Ganze auf, kehrte nach Hause zurück und arbeitete in einem Stahlwerk. Doch auch diese Tätigkeit blieb Interim: eines Tages entschloß er sich, nach Chicago zu gehen und am Goodman Art Institute Schauspielunterricht zu nehmen. Seinen Lebensunterhalt verdiente er als Basketball-Profi.

Während der Ausbildung lernte er durch seinen Freund, den Dramatiker Robert Ardrey, ein paar einflussreiche Leute kennen, so unterschiedliche Charaktere wie Richard Widmark, Elia Kazan und Marlon Brando zählten zu seinem Freundeskreis. Bald stand er auf der Bühne in Clifford Odets' "Golden Boy" und "Gentle People" gemeinsam mit Elia Kazan, dem späteren Regisseur. Unter dessen Regie reussierte er als brutaler Mitch in Tennessee Williams' "Endstation Sehnsucht" (1951), in der Williams-Verfilmung "Baby Doll - Begehre nicht des anderen Weib", und in Arthur Millers' "Alle meine Söhne". Kazan ist auch der Regisseur der Filme "Bumerang" (1947) und "Die Faust im Nacken" (1954), in denen Malden Rollen übernahm. Für seinen Mitch in Kazans "Endstation Sehnsucht" neben Marlon Brando und Vivian Leigh erhielt er 1951 den Oscar für die beste Nebenrolle, für den Hafen-Pater Berry wurde er 1954 erneut nominiert.

Sein Kinodebüt gab Karl Malden 1940 in Garson Kanins Komödie "They Knew What They Wanted" mit Carole Lombard und Charles Laughton. Einer der beiden lauten Gäste, die beim Polterabend erscheinen, ist Malden. 1944 spielet er in George Cukors Weltkriegs-Film "Winged Victory", 1946 in dem James Cagney-Film "13 Rue Madeleine" von Henry Hathaway, 1947 ebenfalls bei Hathaway in "Der Todeskuss". 1950 folgte Otto Premingers "Faustrecht der Großstadt". 1956 versuchte er sich einmalig als Regisseur in einem Film über einen Militärprozess im Koreakrieg "Time Limit - Wenn Männer zerbrechen" mit Richard Widmark in der Hauptrolle.

"Es gibt keine absolut guten oder bösen Menschen, und die meisten unserer Zeitgenossen werden durch äußere Einflüsse so, wie sie sind." Karl Malden stellte in seiner langen Karriere auf dem Broadway und vor der Hollywoodkamera eine Vielzahl unterschiedlicher Menschen dar - gute und böse - und war einer der markantesten Charakterdarsteller Amerikas. War er in seinen frühen Filmen häufig der Schurke, so sah man ihn in den Sehzigerjahren eher als Respektperson. Er war Dad Longworth in Marlon Brandos "Der Besessene" (1960), der Gefängnisdirektor Harvey Shoemaker in John Frankenheimers "Der Gefangene von Alcatraz" (1962), der Captain Wessel in John Fords "Cheyenne" (1963), der Mörder Tom Fitch in Henry Hathaways "Nevada Smith" (1956) und der General Omar Bradley in Franklyn Schaffners "Patton - Rebell in Uniform" (1969).

Man sah ihn weiter in Filmen wie Lewis Milestones "Die Hölle von Okinawa" (1951), Henry Hathaways "Kurier nach Triest" (1952), Alfred Hitchcocks "Zum Schweigen verurteilt" (1953), Roy del Ruth' "Der Würger von Paris" (1954), Delmer Daves' "Der Galgenbaum", (1958), David Swifts "Alle lieben Pollyanna" (1960), Mervyn LeRoys "Gypsy" (1962), in Norman Jewisons "Cincinnati Kid" (1965), 1967 in Ken Russells aufregender Harry-Palmer-Folge "Das Milliarden-Dollar-Gehirn", aber auch in Blake Edwards wunderschönem Western "Missouri" (1971).

In den Siebzigerjahren spielte Malden vor allem im Fernsehen, nicht nur als Mike Stone, sondern auch in Filmen wie "Junge über Bord" (1977), "Skag" (1979), "Der unbekannte Zeuge", "Wildcatters" (beide 1980) und "Wunder auf dem Eis" (1981). 1982 war Karl Malden mit seinem Film "Tanz in der Dämmerung" beim jugoslawischen Filmfestival in Pula und wir begegneten einem sehr resignativen Mann, der über die Filmsituation in den USA wenig glücklich war. 1987 spielte er bei Martin Ritt in "Nuts ... Durchgedreht" an der Seite von Barbra Streisand und Richard Dreyfuss, 1992 gab es eine "Rückkehr auf die Straßen von San Francisco" im Fernsehen und 1993 war er in dem TV-Film "Schulfahrt ohne Wiederkehr" von Vern Gillum zu sehen.

Weitere Filme mit Karl Malden: "Scharfschütze Jimmy Ringo" (1950), "Verkauft und verraten" (1951), "Der tote Zeuge", "Wildes Blut" (beide 1952), "Sprung auf, marsch, marsch" (1953), "Die Nacht kennt keine Schatten", "Bomber B-52" (beide 1957), "Ein charmanter Hochstapler", "Sein Name war Parrish" (beide 1960), "Das war der Wilde Westen" (1961), "Mein Bruder ... ein Lump", "Flieg mit mir ins Glück" (beide 1962), "Der schwarze Kreis" (1963), "Die Mörder stehen Schlange", "Das Hotel" (beide 1966), "Goldrausch in Kalifornien", "Inferno am Fluss" (beide 1967), "Das Millionending" (1968), "Die neunschwänzige Katze" (1970), "Summertime Killer" (1973), "Meteor" (1977), "Jagd auf die Poseidon" (1978), "Zwei ausgekochte Gauner" (1983), "Ich bin kein Mörder", "With Intent To Kill" (beide 1984), "Alice In Wonderland", "Alice Trough The Looking Glass" (1985), "Billy Galvin - Ein Mann geht seinen Weg" (1986), "Vietnam - Tod auf Raten" (1988), "Die Entführung der Achille Lauro" (1989), "Die Patty Duke Story" (1990) und "Zwischen Leben und Tod" (1991).


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