Telly Savalas

Wollte immer lustige Rollen spielen: Telly Savalas Vergrößern
Wollte immer lustige Rollen spielen: Telly Savalas
Aristoteles Savalas
Geboren: 21.01.1922 in Garden City, New York, USA
Gestorben: 22.01.1994 in Universal City, Kalifornien, USA

Eigentlich ist der griechisch stämmige Theo Kojak alias Telly Savalas eine Erfindung des Krimiautors Ed McBain. Der nannte den glatzköpfigen Polizisten vom 87. Polizeirevier in Manhattan zwar Meyer, aber dennoch: Kojak ist ein Kleiderschrank von Statur, 1.80 groß, aber so wendig und schnell. Seit "Kojak: Mordfall Marcus Nelson" im Oktober 1973 erstmals bei CBS Television aufgestrahlt wurde, war er der Renner im ersten Jahr am Mittwoch, später am Sonntag und anderen Wochentagen.

In seinem eleganten Maßanzug, mit pechschwarzen Augenbrauen, mit den aufgeworfenen Lippen, zwischen denen stets ein Lolly steckt, ist sein "Einsatz in Manhattan" (deutscher Serientitel) ein Renner beim Fernsehvolk der Welt. 1978 letztmals ausgestrahlt. Eine kurze Wiederbelebung in Spielfilmlänge folgte mit "Kojak: Kojaks Rückkehr" 1987 und im Herbst 1989 nimmt Savalas die Serie für ein knappes Jahr noch einmal auf. "Kojak" (bei fünf Folgen saß Savalas auch auf dem Regiestuhl) ist nicht nur spannende TV-Unterhaltung, sondern betritt auch Neuland in der Fernseh-Krimi-Geschichte: Das soziale Umfeld stimmt, das Milieu ist präzise nachgezeichnet, die Geschichten haben keinen Studiomief.

Das ist ein Stück soziale Realität. "Kojak" zeigt zu Beginn den wirtschaftlichen Zerfall der Weltstadt New York als Ausgangspunkt für die enorme Kriminalität. 800000 Jobs fallen zwischen 1969 und 1971 durch den Fortzug großer Firmen weg. Der Verfall des sozialen Systems zieht Gewalt nach sich. Hier greift der Cop Kojak ein, aber immer mit menschlichem Gefühl. Später ändert sich die Funktion der Serie: Kojak wird Krisenmanager.

Doch zurück zur Jugend von Telly: Die wirtschaftliche Situation in der griechischen Einwandererfamilie ist nicht gerade rosig. Telly, der noch zwei Brüder hat (sein Bruder George spielte in "Kojak" den Polizisten Stavros), jobbt in verschiedenen Bereichen und studiert auf der Columbia Universität in New York Psychologie. Von Sigmund Freud will er nichts wissen: "Ich lese Philosophisches und höre auf den Rat meiner Mutter." Nach dem Abschluss leistet er Militärdienst im Zweiten Weltkrieg. Danach arbeitet er durch Protektion seines Bruders, eines Diplomaten, zuerst als Regisseur und Produzent beim Informationsdienst des US-Außenministeriums und ist später Rundfunksprecher bei ABC.

Für seine Dokumentarsendungen erhält er den Peabody-Award. Der Fernseherfolg dagegen kommt eher zufällig. Die Leute von ABC-Television suchen vergebens einen Typ für die Serie "Bring me Home, Baby", da holt man sich einfach den Radio-Sprecher vor die Kamera. Das ist 1959 und Savalas kommt so gut an, dass der US-Star Burt Lancaster auf ihn aufmerksam wird. Durch diese Begegnung erhält Telly eine kleine Rolle in John Frankenheimers "Die jungen Wilden" (1960), danach spielt er beim gleichen Regisseur, wieder mit Lancaster, die Rolle des Häftlings Feto Gomez in "Der Gefangene von Alcatraz" (1962). Dafür erhält er eine Oscar-Nominierung. 1970 versucht er sich mit dem Film "Beyond Reason" als Regisseur, Autor und Darsteller. Das Opus wird allerdings nie öffentlich aufgeführt.

Obwohl Telly Savalas als Theo Kojak zum Star wird, sieht man ihn in zahlreichen Kinofilmen. Im Gegensatz zum sympathisch menschlichen Kojak ist Savalas im Kino meist der Bösewicht, der Dunkelmann. So ist er in dem Bond-Film "James Bond 007 - Im Geheimdienst ihrer Majestät" 1969 der Gegenspieler von George Lazenby. Einige der interessantesten Arbeiten seien hier genannt: J. Lee Thompsons "Ein Köder für die Bestie", "Die Rache des Johnny Cool" (beide 1962), Frank Tashlins "Der Mann vom Diners Club", George Stevens' "Die größte Geschichte aller Zeiten" (beide 1963), Robert Aldrichs "Das dreckige Dutzend" (1966), Sydney Pollacks "Mit eisernen Fäusten" (1967), "Brutale Stadt" (1970) und Eugenio Martíns "Viva Pancho Villa" (1972).

Ende der Achtzigerjahre spielte Savalas in einer Fernsehserie nach dem Kinoerfolg "Das dreckige Dutzend", 1991 ließ er sich in einer deutschen Fernsehserie verheizen: "Ein Schloss am Wörthersee - ein Glatzkopf kommt selten allein", 1994 spielte er in seinem letzten Kinofilm "Backfire total - Die verrückte Feuerwehr". Einen Tag nach seinem 72. Geburtstag am 22. Januar 1994 stirbt Telly Savalas an Krebs.

Weitere Filme mit Telly Savalas: "Vierzig Millionen suchen einen Mann" (1962), "Dschingis Khan" (1964), "Die letzte Schlacht", "Stimme am Telefon" (beide 1965), "Cosa Nostra - Erzfeind des FBI", "Die drei Fremdenlegionäre", "Die Karate-Killer" (alle 1966), "Buona Sera, Mrs. Campbell", "Kugeln sind sein Autogramm", "MacKennas Gold", "Mit eisernen Fäusten" (alle 1967), "Gauner, Kronen und Juwelen", "Mörder GmbH" (alle 1968), "Fahr zur Hölle, Gringo", "Stoßtrupp Gold" (1969), "Ein Mann greift zur Waffe" (1971), "Der Mafia-Boss", "Der Dicke und das Warzenschwein" (beide 1972), "Die Söldner" (1975), "Kojak - Der Tote im Kofferraum" (1976), "Kojak - Die Abmachung", "Kojak - Mord im Dunkeln", "Kojak - Rivalen der Mafia", "Kojak: Tödlicher Irrtum", "Unternehmen Capricorn" (alle 1977), "Jagd auf die Poseidon", "Muppet Movie" (beide 1978), "Flucht nach Athena", "Heiße Grenze USA", "Victor Charlie ruft Lima Sierra" (alle 1979), "Auf dem Highway ist wieder die Hölle los" (1983), "Die Cartier Affäre" (1984), "Das dreckige Dutzend 3" (1987), "Das dreckige Dutzend 4" (1988), "Kojak - Ariana", "Kojak - Dunkle Beziehungen", "Kojak - Gefährliche Gier", "Kojak - Tod eines Polizisten" (alle 1989), "Kojak - Die Verschwörung" (1990), "Mind Twister" (1993) und "Backfire - Die total verrückte Feuerwehr" (1994).

Zur Filmografie von Aristoteles Savalas
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