Halloween ohne Splatter: 18 unheimliche Filme, die mit Atmosphäre statt Blut arbeiten

29.10.2026
Halloween-Horror funktioniert auch ohne Blutfontänen und brutale Schockbilder. Diese 18 Filme zeigen, wie stark Angst werden kann, wenn Stille, Dunkelheit und das Unbekannte die Hauptrolle übernehmen.
Halloween ohne Splatter: 18 unheimliche Filme, die mit Atmosphäre statt Blut arbeiten
The Sixth Sense  Fotoquelle: picture alliance/United Archives | United Archives / kpa Publicity

Manchmal reicht eine offene Tür, ein Schatten im Flur oder ein Geräusch aus dem Nebenzimmer. Einige der wirkungsvollsten Horrorfilme zeigen erstaunlich wenig und lassen die Spannung langsam wachsen. Für Halloween eignen sich solche Geschichten besonders gut.

The Others (2001)

Grace Stewart (Nicole Kidman) lebt kurz nach dem Zweiten Weltkrieg mit ihren lichtempfindlichen Kindern Anne (Alakina Mann) und Nicholas (James Bentley) in einem abgelegenen Herrenhaus auf Jersey. Ihr Mann Charles (Christopher Eccleston) gilt seit dem Krieg als verschollen. Als drei neue Bedienstete eintreffen und Anne von fremden Menschen im Haus erzählt, häufen sich unerklärliche Geräusche und Erscheinungen. Grace versucht herauszufinden, wer sich tatsächlich in dem Gebäude befindet.

Alejandro Amenábars Geisterfilm wurde vor allem für seine kontrollierte Inszenierung, Nicole Kidmans Leistung und die düstere Ausstattung gelobt. Statt auf drastische Effekte setzt der Film auf verschlossene Türen, gedämpftes Licht und eine stetig wachsende Unsicherheit. In Spanien gewann "The Others" mehrere Goya Awards, darunter die Preise für Film, Regie und Originaldrehbuch.

3 Fakten zu The Others:

  • Alejandro Amenábar schrieb nicht nur das Drehbuch und führte Regie, sondern komponierte auch die Filmmusik.
  • Tom Cruise gehörte über seine damalige Produktionsfirma Cruise/Wagner Productions zu den Produzenten.
  • Der Film wurde überwiegend in Spanien gedreht, obwohl die Handlung auf der Kanalinsel Jersey spielt.

The Sixth Sense - Nicht jede Gabe ist ein Segen (1999)

Der Kinderpsychologe Malcolm Crowe (Bruce Willis) übernimmt die Behandlung des neunjährigen Cole Sear (Haley Joel Osment), der sich von seiner Umgebung zurückzieht und von starken Ängsten geplagt wird. Seine Mutter Lynn (Toni Collette) kann sich das Verhalten ihres Sohnes kaum erklären. Erst nach und nach vertraut Cole seinem Therapeuten an, dass er Verstorbene sehen kann. Crowe beginnt, die Erlebnisse des Jungen ernst zu nehmen und nach einem Weg zu suchen, ihm mit seiner ungewöhnlichen Wahrnehmung zu helfen.

M. Night Shyamalans Mysterydrama wurde zu einem der prägenden Genreerfolge der späten 1990er-Jahre. Besonders hervorgehoben wurden die ruhige Spannungsführung, Haley Joel Osments zurückhaltendes Spiel und das sorgfältig konstruierte Drehbuch. Bei den Oscars erhielt der Film sechs Nominierungen, darunter für den besten Film, Regie, Drehbuch sowie für Osment und Toni Collette.

3 Fakten zu The Sixth Sense - Nicht jede Gabe ist ein Segen:

  • M. Night Shyamalan schrieb das Originaldrehbuch und führte selbst Regie.
  • Haley Joel Osment war bei den Dreharbeiten erst zehn Jahre alt.
  • Der Film spielte weltweit mehr als 670 Millionen US-Dollar ein und wurde zu einem der größten Kinoerfolge des Jahres 1999.

The Village - Das Dorf (2004)

Die Bewohner einer abgeschiedenen Siedlung leben nach strengen Regeln und meiden den Wald, der ihr Dorf umgibt. Dort sollen gefährliche Wesen leben, mit denen die Gemeinschaft einen stillen Frieden geschlossen hat. Der zurückhaltende Lucius Hunt (Joaquin Phoenix) möchte die Grenzen überwinden, während Ivy Walker (Bryce Dallas Howard) ihm zunehmend näherkommt. Als ein Gewaltereignis das Dorf erschüttert, muss Ivy eine Entscheidung treffen, die sie mitten in das gefürchtete Waldgebiet führt.

M. Night Shyamalan verbindet in "The Village" Mystery, Liebesgeschichte und gesellschaftliche Parabel. Die Ausstattung von Roger Deakins' Kameraarbeit bis zu James Newton Howards Musik wurde vielfach hervorgehoben, während die Auflösung bei Kritik und Publikum deutlich unterschiedlicher aufgenommen wurde. Gerade die langen stillen Passagen und die abgeschlossene Dorfwelt sorgen jedoch bis heute für eine besondere Spannung.

3 Fakten zu The Village - Das Dorf:

  • Bryce Dallas Howard übernahm mit Ivy Walker ihre erste große Kinorolle.
  • James Newton Howard erhielt für seine Filmmusik eine Oscar-Nominierung.
  • Für die Produktion wurde in Pennsylvania eigens ein vollständiges historisch wirkendes Dorf errichtet.

A Quiet Place (2018)

Nach einer Katastrophe lebt die Familie Abbott auf einer abgelegenen Farm und versucht, jedes Geräusch zu vermeiden. Evelyn (Emily Blunt), Lee (John Krasinski) und ihre Kinder Regan (Millicent Simmonds) und Marcus (Noah Jupe) müssen vollkommen leise bleiben, weil blinde Kreaturen selbst kleinste Geräusche wahrnehmen und ihre Opfer sofort angreifen. Während Evelyn hochschwanger ist, versucht die Familie, ihren Alltag aufrechtzuerhalten und zugleich eine Schwachstelle der Wesen zu finden.

"A Quiet Place" machte Stille selbst zum wichtigsten Spannungselement. John Krasinskis Regie und die ungewöhnliche Tongestaltung wurden besonders positiv aufgenommen. Auch die familiäre Ebene erhielt viel Lob, weil das Überleben nicht nur als Monsterjagd erzählt wird. Der Film wurde vom American Film Institute zu den herausragenden Filmen des Jahres gezählt und erhielt eine Oscar-Nominierung für den Tonschnitt.

3 Fakten zu A Quiet Place:

  • John Krasinski führte Regie und spielte zugleich Familienvater Lee Abbott.
  • Emily Blunt und John Krasinski sind auch im wirklichen Leben verheiratet.
  • Millicent Simmonds ist gehörlos; dadurch spielt amerikanische Gebärdensprache im Film eine zentrale Rolle.

The Witch (2015)

Im Neuengland des 17. Jahrhunderts verlässt der strenggläubige William (Ralph Ineson) mit seiner Frau Katherine (Kate Dickie) und den gemeinsamen Kindern eine puritanische Siedlung. Die Familie baut am Rand eines Waldes einen Hof auf. Als das Baby Samuel unter der Aufsicht der ältesten Tochter Thomasin (Anya Taylor-Joy) verschwindet, folgen weitere rätselhafte Ereignisse. Misstrauen, religiöse Ängste und die schwierige Versorgungslage treiben die Familie immer stärker auseinander.

Robert Eggers' Spielfilmdebüt wurde für seine historische Genauigkeit und die konsequent bedrückende Stimmung viel beachtet. Statt schneller Schocks bestimmen Sprache, religiöser Fanatismus und die bedrohliche Umgebung den Horror. Beim Sundance Film Festival 2015 erhielt Eggers den Regiepreis der US-Dramatic-Sektion. Auch Anya Taylor-Joys Auftritt wurde zu einem wichtigen Schritt ihrer internationalen Karriere.

3 Fakten zu The Witch:

  • "The Witch" war Robert Eggers' erster abendfüllender Spielfilm.
  • Anya Taylor-Joy übernahm mit Thomasin ihre erste große Filmrolle.
  • Eggers orientierte Teile der Dialoge an historischen Dokumenten und Berichten aus dem 17. Jahrhundert.

Der Babadook (2014)

Die verwitwete Amelia (Essie Davis) lebt mit ihrem Sohn Samuel (Noah Wiseman) in Adelaide und versucht, den Alltag nach dem Tod ihres Mannes zu bewältigen. Samuel leidet unter Ängsten vor Monstern und baut selbst Waffen zu seiner Verteidigung. Eines Abends entdeckt er das rätselhafte Bilderbuch "Mister Babadook". Nachdem Amelia daraus vorgelesen hat, glaubt auch sie zunehmend, eine dunkle Gestalt im Haus wahrzunehmen. Gleichzeitig verschärfen sich die Konflikte zwischen Mutter und Sohn.

Jennifer Kents Regiedebüt fand nach seiner Premiere beim Sundance Film Festival breite Anerkennung. Kritiker lobten besonders Essie Davis und die Verbindung aus Geistergeschichte, Trauer und familiärer Überforderung. Der Film wurde mit mehreren australischen Filmpreisen ausgezeichnet und entwickelte sich weit über den klassischen Horrormarkt hinaus zu einem häufig diskutierten Genrefilm.

3 Fakten zu Der Babadook:

  • Jennifer Kent entwickelte den Stoff aus ihrem zehnminütigen Kurzfilm "Monster" von 2005 weiter.
  • Vor ihrer Regiekarriere arbeitete Kent als Schauspielerin und absolvierte ein Regiepraktikum bei Lars von Triers "Dogville".
  • "Der Babadook" feierte seine internationale Premiere 2014 in der Midnight-Sektion des Sundance Film Festivals.

It Follows (2015)

Die Studentin Jay Height (Maika Monroe) lebt mit ihrer Schwester Kelly (Lili Sepe) in einem Vorort von Detroit. Nach einem Treffen mit Hugh (Jake Weary) erfährt sie, dass er einen übernatürlichen Fluch an sie weitergegeben hat. Von nun an wird Jay von einer Gestalt verfolgt, die ständig ihr Aussehen wechseln kann und sich langsam, aber unaufhaltsam nähert. Gemeinsam mit ihren Freunden Paul (Keir Gilchrist), Yara (Olivia Luccardi) und Greg (Daniel Zovatto) sucht sie nach einer Möglichkeit, der Bedrohung zu entkommen.

David Robert Mitchells Film erhielt viel Aufmerksamkeit für seine einfache, aber wirkungsvolle Grundidee. Die langsamen Kamerabewegungen, die schwer einzuordnende Zeitperiode und der elektronische Soundtrack von Disasterpeace prägen die Atmosphäre. Nach seiner Aufführung in der Kritikerwoche von Cannes entwickelte sich "It Follows" zu einem der meistdiskutierten unabhängigen Horrorfilme seiner Zeit.

3 Fakten zu It Follows:

  • David Robert Mitchell entwickelte die Grundidee aus wiederkehrenden Albträumen seiner Kindheit.
  • Der Regisseur schrieb nach eigenen Angaben eine frühe Fassung des Drehbuchs innerhalb von ungefähr einer Woche.
  • Die Musik stammt von Rich Vreeland, der unter dem Künstlernamen Disasterpeace arbeitet.

The House at Night (2021)

Nach dem überraschenden Tod ihres Mannes Owen bleibt Beth (Rebecca Hall) allein in dem abgelegenen Haus am See zurück, das er für die beiden gebaut hatte. Während sie versucht, mit dem Verlust umzugehen, hört sie nachts Geräusche und entdeckt Hinweise auf Geheimnisse ihres Mannes. Fotos unbekannter Frauen und rätselhafte Baupläne führen sie zu einem weiteren Haus auf der gegenüberliegenden Seite des Sees. Ihre Freundin Claire (Sarah Goldberg) versucht, Beth bei der Suche nach Antworten zu unterstützen.

David Bruckners Film wurde besonders für Rebecca Halls intensive Hauptrolle und seine zurückhaltende Mischung aus Trauerdrama und übernatürlichem Horror gelobt. Die Inszenierung arbeitet auffällig mit Spiegelungen, Schatten und scheinbar leeren Räumen. Dadurch entsteht Spannung häufig aus dem Bild selbst, bevor überhaupt klar ist, ob tatsächlich etwas Übernatürliches geschieht.

3 Fakten zu The House at Night:

  • Das Originaldrehbuch stammt von Ben Collins und Luke Piotrowski.
  • Regisseur David Bruckner hatte zuvor unter anderem an den Horror-Anthologien "V/H/S" und "Southbound" gearbeitet.
  • Der Film feierte seine Premiere beim Sundance Film Festival 2020.

Conjuring: Die Heimsuchung (2013)

Carolyn (Lili Taylor) und Roger Perron (Ron Livingston) ziehen 1971 mit ihren fünf Töchtern in ein altes Farmhaus in Rhode Island. Kurz darauf beginnen Uhren stehen zu bleiben, Türen öffnen sich von selbst und Carolyn entdeckt unerklärliche Verletzungen. Schließlich bittet die Familie die paranormalen Ermittler Lorraine (Vera Farmiga) und Ed Warren (Patrick Wilson) um Hilfe. Bei ihren Untersuchungen stoßen die beiden auf Hinweise, dass die Geschichte des Hauses eine zentrale Rolle bei den Ereignissen spielt.

James Wans Geisterfilm wurde vor allem für seinen klassischen Aufbau und seine präzise Spannungsführung positiv aufgenommen. Viele Schreckmomente entstehen aus Kamerabewegungen, Geräuschen und Dingen, die zunächst gar nicht zu sehen sind. Der Erfolg machte "Conjuring" zum Ausgangspunkt eines umfangreichen Horror-Franchise mit mehreren Fortsetzungen und Ablegern.

3 Fakten zu Conjuring: Die Heimsuchung:

  • Chad Hayes und Carey W. Hayes schrieben das Drehbuch gemeinsam.
  • Vera Farmiga und Patrick Wilson spielten Lorraine und Ed Warren später auch in mehreren Fortsetzungen.
  • Kameramann John R. Leonetti übernahm später bei "Annabelle" selbst die Regie.

Blair Witch Project (1999)

Die Filmstudenten Heather Donahue, Joshua Leonard und Michael Williams reisen in die Wälder von Maryland, um eine Dokumentation über die örtliche Legende der Blair Witch zu drehen. Nach Interviews mit Einwohnern ziehen sie mit Kameras und Tonaufnahmegeräten in den Wald. Dort verlieren sie trotz Karte und Kompass zunehmend die Orientierung. Nächtliche Geräusche, merkwürdige Zeichen und Spannungen innerhalb der Gruppe verschärfen die Lage, während ihre Suche immer aussichtsloser wird.

Daniel Myrick und Eduardo Sánchez machten aus einfachsten Mitteln einen der einflussreichsten Found-Footage-Filme. Beim Sundance Film Festival fiel besonders auf, wie glaubwürdig die improvisierten Aufnahmen wirkten. Die innovative Internetkampagne verstärkte zusätzlich den Eindruck einer echten Dokumentation. Der Film kommt nahezu ohne sichtbare Gewalt aus und erzeugt seinen Schrecken vor allem durch Geräusche, Dunkelheit und Unsicherheit.

3 Fakten zu Blair Witch Project:

  • Heather Donahue, Michael C. Williams und Joshua Leonard spielten Figuren mit ihren eigenen Vornamen.
  • Ein großer Teil der Dialoge entstand improvisiert während der Dreharbeiten.
  • Die frühe Onlinekampagne präsentierte die drei Hauptfiguren zeitweise so, als seien sie tatsächlich verschwunden.

Paranormal Activity (2007)

Katie (Katie Featherston) und Micah (Micah Sloat) leben gemeinsam in einem Haus in San Diego. Katie berichtet, dass sie bereits seit ihrer Kindheit von einer unsichtbaren Präsenz verfolgt werde. Micah stellt deshalb eine Kamera im Schlafzimmer auf und zeichnet die Nächte auf. Anfangs sind lediglich Geräusche und kleine Bewegungen zu erkennen, doch die Ereignisse werden zunehmend deutlicher. Während Katie professionelle Hilfe sucht, versucht Micah selbst herauszufinden, womit das Paar konfrontiert ist.

Oren Pelis minimalistischer Horrorfilm wurde zu einem überraschenden Kinoerfolg. Die unbewegte Kamera, langen stillen Einstellungen und kleinen Veränderungen im Bild sorgten für eine Spannung, die ohne aufwendige Effekte auskommt. Der Film trug maßgeblich zur neuen Popularität des Found-Footage-Horrors bei und startete anschließend eine umfangreiche Filmreihe.

3 Fakten zu Paranormal Activity:

  • Regisseur Oren Peli drehte große Teile des Films in seinem eigenen Haus.
  • Katie Featherston und Micah Sloat verwendeten ihre echten Vornamen für die Figuren.
  • Steven Spielberg war an der Entscheidung beteiligt, für die Kinoauswertung ein anderes Ende zu verwenden.

Ring (2002)

Die Journalistin Rachel Keller (Naomi Watts) untersucht den rätselhaften Tod ihrer Nichte Katie (Amber Tamblyn). Dabei stößt sie auf die Geschichte eines Videobands, dessen Zuschauer sieben Tage nach dem Ansehen sterben sollen. Rachel findet das Band und sieht es selbst. Kurz darauf erhält sie einen unheimlichen Telefonanruf. Als auch ihr Sohn Aidan (David Dorfman) die Aufnahme anschaut, versucht Rachel gemeinsam mit dessen Vater Noah (Martin Henderson), den Ursprung der Bilder und die Geschichte eines Mädchens namens Samara zu entschlüsseln.

Gore Verbinskis US-Neuverfilmung des japanischen Horrorfilms "Ringu" wurde für ihre kalte Bildsprache und die konsequent düstere Stimmung gelobt. Sichtbare Gewalt spielt nur eine geringe Rolle; stattdessen setzen Videobilder, Geräusche und die Sieben-Tage-Frist die Figuren unter Druck. Der große kommerzielle Erfolg trug dazu bei, dass in Hollywood zahlreiche weitere asiatische Horrorfilme neu verfilmt wurden.

3 Fakten zu Ring:

  • Der Film basiert auf dem japanischen Roman "Ring" von Koji Suzuki.
  • Bereits 1998 hatte Hideo Nakata den Stoff in Japan unter dem Titel "Ringu" verfilmt.
  • Die US-Version spielte weltweit rund 250 Millionen US-Dollar ein.

Die Frau in Schwarz (2012)

Der verwitwete Anwalt Arthur Kipps (Daniel Radcliffe) erhält den Auftrag, den Nachlass einer verstorbenen Klientin zu ordnen. Dafür reist er in das abgelegene Dorf Crythin Gifford und arbeitet allein im Eel Marsh House, das bei Flut vollständig vom Festland abgeschnitten wird. Die Dorfbewohner reagieren abweisend auf seine Fragen. Bald sieht Arthur wiederholt eine schwarz gekleidete Frau und erkennt einen Zusammenhang zwischen ihrer Erscheinung und mehreren Todesfällen unter den Kindern des Ortes.

Die Neuverfilmung von Susan Hills Geistergeschichte knüpft bewusst an den klassischen britischen Gothic-Horror an. Die verlassene Villa, Nebellandschaften und lange stille Einstellungen bestimmen den Ton stärker als Gewalt. Für Daniel Radcliffe war der Film zugleich eine der ersten großen Kinorollen nach dem Ende der "Harry Potter"-Reihe und half dabei, ihn deutlich von seiner bekanntesten Figur zu lösen.

3 Fakten zu Die Frau in Schwarz:

  • Vorlage ist der gleichnamige Roman von Susan Hill aus dem Jahr 1983.
  • Produziert wurde der Film von der traditionsreichen britischen Horrorfilmfirma Hammer Films.
  • Zu den Drehorten gehörte Osea Island in Essex, deren Zufahrtsstraße bei Flut tatsächlich vom Wasser überspült wird.

Signs - Zeichen (2002)

Der ehemalige Geistliche Graham Hess (Mel Gibson) lebt mit seinem Bruder Merrill (Joaquin Phoenix) und seinen Kindern Morgan (Rory Culkin) und Bo (Abigail Breslin) auf einer Farm in Pennsylvania. Eines Morgens entdeckt die Familie riesige Kornkreise auf ihrem Feld. Ähnliche Zeichen werden bald weltweit gemeldet, während Fernsehnachrichten von möglichen außerirdischen Besuchern berichten. Graham versucht, seine Familie zu schützen und muss sich gleichzeitig mit dem Verlust seiner Frau und seinem verlorenen Glauben auseinandersetzen.

M. Night Shyamalan verlagert eine mögliche Alieninvasion fast vollständig auf eine einzelne Farm. Gerade diese Begrenzung wurde als Stärke des Films wahrgenommen. James Newton Howards Musik, die zurückhaltenden Blicke auf die Bedrohung und Joaquin Phoenix' sowie Mel Gibsons Zusammenspiel sorgen für Spannung, ohne große Schlachtszenen oder ausgedehnte Gewaltdarstellungen zu benötigen.

3 Fakten zu Signs - Zeichen:

  • M. Night Shyamalan schrieb das Drehbuch, führte Regie und übernahm selbst eine Nebenrolle.
  • Abigail Breslin war bei den Dreharbeiten erst fünf Jahre alt.
  • Die Handlung spielt wie mehrere Filme Shyamalans im US-Bundesstaat Pennsylvania.

Insidious (2011)

Josh (Patrick Wilson) und Renai Lambert (Rose Byrne) ziehen mit ihren Kindern in ein neues Haus. Kurz darauf fällt ihr Sohn Dalton (Ty Simpkins) nach einem Unfall in einen unerklärlichen komatösen Zustand. Gleichzeitig beobachtet Renai immer häufiger fremde Gestalten und hört Stimmen. Auch ein weiterer Umzug beendet die Ereignisse nicht. Schließlich wenden sich die Lamberts an die Parapsychologin Elise Rainier (Lin Shaye), die eine Erklärung für Daltons Zustand und die Erscheinungen findet.

James Wan etablierte mit "Insidious" eine neue Geisterfilmreihe, die stärker auf Schreckmomente und düstere Räume als auf drastische Gewalt setzt. Besonders Lin Shaye entwickelte sich mit ihrer Rolle als Elise zu einer zentralen Figur des Franchise. Die ungewöhnliche Musik von Joseph Bishara und die farblich stark abgesetzte Geisterwelt geben dem Film einen eigenen Stil.

3 Fakten zu Insidious:

  • Das Drehbuch schrieb Leigh Whannell, der zuvor mit James Wan bereits "Saw" entwickelt hatte.
  • Komponist Joseph Bishara verkörpert im Film außerdem den rotgesichtigen Dämon.
  • "Insidious" entstand für vergleichsweise geringe Produktionskosten und entwickelte sich anschließend zu einem mehrteiligen Franchise.

Ouija: Ursprung des Bösen (2016)

Im Los Angeles des Jahres 1967 verdient die verwitwete Alice Zander (Elizabeth Reaser) Geld mit inszenierten Séancen. Ihre Töchter Lina (Annalise Basso) und Doris (Lulu Wilson) helfen bei den Tricks. Als Alice ein Ouija-Brett in die Vorführungen einbaut, beginnt Doris tatsächlich mit einer unbekannten Macht zu kommunizieren. Zunächst scheint das Mädchen dadurch besondere Fähigkeiten zu entwickeln. Bald bemerken Alice, Lina und Schuldirektor Father Tom (Henry Thomas), dass sich Doris immer stärker verändert.

Mike Flanagans Vorgeschichte zu "Ouija" wurde deutlich positiver aufgenommen als der erste Film der Reihe. Gelobt wurden vor allem die 1960er-Jahre-Optik, die familiäre Ausgangslage und Lulu Wilsons Auftritt. Flanagan nutzt viele klassische Geisterfilmelemente, hält die Geschichte aber eng bei Mutter und Töchtern, wodurch die übernatürliche Bedrohung früh eine persönliche Bedeutung bekommt.

3 Fakten zu Ouija: Ursprung des Bösen:

  • Mike Flanagan schrieb das Drehbuch gemeinsam mit Jeff Howard.
  • Die Handlung spielt Jahrzehnte vor den Ereignissen des ersten "Ouija"-Films.
  • Flanagan ließ künstliche Bildfehler und sogenannte Cigarette Burns einbauen, um die Optik älterer Filmkopien nachzuahmen.

Lights Out (2016)

Rebecca (Teresa Palmer) hat seit ihrer Kindheit Angst vor einer Gestalt, die nur in der Dunkelheit sichtbar wird. Jahre später berichtet ihr jüngerer Halbbruder Martin (Gabriel Bateman) von derselben Erscheinung im Haus ihrer Mutter Sophie (Maria Bello). Rebecca nimmt Martin zunächst bei sich auf und beginnt gemeinsam mit ihrem Freund Bret (Alexander DiPersia), die Vergangenheit der Familie zu untersuchen. Dabei stoßen sie auf Sophies frühere Verbindung zu einer Frau namens Diana.

David F. Sandbergs Langfilmdebüt nutzt eine denkbar einfache Regel: Im Licht verschwindet die Bedrohung, im Dunkeln taucht sie wieder auf. Gerade daraus entstehen viele der wirkungsvollsten Szenen. Die klare visuelle Idee und das hohe Tempo wurden häufig positiv hervorgehoben. Trotz einzelner härterer Momente arbeitet der Film vor allem mit Lichtwechseln, Schatten und der Erwartung dessen, was nach dem Ausschalten einer Lampe auftauchen könnte.

3 Fakten zu Lights Out:

  • Der Film basiert auf David F. Sandbergs gleichnamigem Kurzfilm von 2013.
  • Lotta Losten, die Hauptdarstellerin des Kurzfilms und Sandbergs Ehefrau, hat auch im Langfilm einen Auftritt.
  • James Wan war als Produzent an der Spielfilmfassung beteiligt.

Zimmer 1408 (2007)

Der Autor Mike Enslin (John Cusack) schreibt Bücher über angeblich übernatürliche Orte, obwohl er selbst nicht an Geister glaubt. Für ein neues Projekt will er eine Nacht im Zimmer 1408 des New Yorker Dolphin Hotels verbringen. Hotelmanager Gerald Olin (Samuel L. Jackson) versucht ihn eindringlich davon abzuhalten und berichtet von zahlreichen Todesfällen in dem Raum. Enslin besteht dennoch auf seinem Aufenthalt. Kurz nach dem Einchecken erlebt er Ereignisse, die sich nicht mehr mit seinen bisherigen Erklärungen vereinbaren lassen.

Die Stephen-King-Verfilmung konzentriert sich fast vollständig auf John Cusack und ein einziges Hotelzimmer. Daraus entwickelt Regisseur Mikael Håfström ein zunehmend unberechenbares Spiel mit Raum, Zeit und Wahrnehmung. Cusacks Leistung trägt weite Teile des Films allein, während Samuel L. Jackson mit vergleichsweise wenig Leinwandzeit einen wichtigen Gegenpol setzt. Der Horror entsteht überwiegend aus psychischem Druck und sich ständig verändernden Situationen.

3 Fakten zu Zimmer 1408:

  • Die Vorlage ist eine Kurzgeschichte von Stephen King, die zunächst als Beispieltext für sein Sachbuch "Das Leben und das Schreiben" entstand.
  • John Cusack und Samuel L. Jackson hatten bereits zuvor gemeinsam für "Identity" vor der Kamera gestanden.
  • Für verschiedene Veröffentlichungen des Films existieren unterschiedliche Endfassungen.