Ein Gauner Gottes
16.08.2026 • 13:15 - 14:45 Uhr
Fernsehfilm, Gaunerkomödie
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prisma-Redaktion
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Originaltitel
Ein Gauner Gottes
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2004
Altersfreigabe
6+
Kinostart
Fr., 09. Juli 2004
Fernsehfilm, Gaunerkomödie

Ein Gauner Gottes

Der fahrende Zimmermann Johannes Keinath kehrt nach 20 Jahren erstmals an seinen geliebten Bodensee zurück. Er war einst im Streit fortgegangen, nachdem er bei einer heftigen Auseinandersetzung seinen Bruder Justus niedergeschlagen hatte. Kaum zu Hause angekommen - der Bruder hat ihm noch immer nicht verziehen - gerät der Heimkehrer erneut in eine Schlägerei: Als zwei Ganoven ihn nach dem Kneipenbesuch überfallen, wehrt der bärenstarke Zimmermann sich mit Leibeskräften. Wider Willen verletzt Johannes einen der Gauner so schwer, dass er glaubt, ihn getötet zu haben. Aus Angst ergreift er die Flucht. Als Mönch verkleidet, taucht er in einem kleinen Bodenseedorf unter, wo "Bruder Johannes" bald das Vertrauen des Pfarrers Arne Clausen gewinnt. Der protestantische Geistliche kämpft um den Erhalt seines baufälligen Gotteshauses, das von einer modernen Autobahnkirche ersetzt werden soll. Die Unterstützung des tatkräftigen Mönchs ist Clausen willkommen - Johannes kann zupacken. Sein Argument: "Man soll die Kirche im Dorf lassen" findet in der Gemeinde Gehör. Weniger begeistert ist der schlitzohrige Glaserei-Besitzer Ulrich Neigenfindt, der sich bereits die kostbaren Kirchenfenster unter den Nagel gerissen hat und am Neubau der postmodernen Glas-Autobahnkirche kräftig verdienen will. Noch ärgerlicher für Neigenfindt ist, dass die attraktive Schreinerswitwe Sylvia, auf die er schon lange ein Auge geworfen hat, sich bestens mit "Bruder Johannes" versteht. Als Neigenfindt zufällig herausfindet, dass der vermeintliche Mönch polizeilich gesucht wird, glaubt er seinen Widersacher endlich ausschalten zu können. Doch Gottes Wege sind unergründlich. Der gebürtige Münchner zeigte bereits als 17-jähriger sein herausragendes schauspielerisches Talent. In Bernhard Wickis Kriegsfilm "Die Brücke" übernahm Fritz Wepper die Rolle des 16-jährigen Soldaten Albert Mutz, der im April 1945 zusammen mit sechs gleichaltrigen eine Brücke vor den herannahenden Alliierten verteidigen soll. Dieser Spielfilm von 1959 machte ihn auf einen Schlag berühmt und ließ für Wepper eine gut sechzigjährige Karriere folgen, in der er zunächst im Kino und später vor allem im Fernsehen die Zuschauer begeisterte. 1972 spielte er in der oscarprämierten Hollywoodproduktion "Cabaret" neben Liza Minnelli und Michael York. Bereits Ende der 1960er Jahre übernahm er als Kriminalhauptmeisters Harry Klein eine Rolle, die ihn Teil der deutschen Fernsehgeschichte werden ließ. Wepper gab den Polizisten zunächst in der Serie "Der Kommissar" an der Seite von Erik Ode und ab 1974 in derselben Rolle in 281 Folgen der ZDF-Serie "Derrick" neben Horst Tappert. Auch nach dem Ende von "Derrick" blieb er dem Krimigenre treu, so spielte er mit seiner Tochter Sophie in der Reihe "Mord in bester Gesellschaft" und mit seinem Bruder Elmar in der Serie "Zwei Brüder". 2002 gelang dem damals 61-jährigen das Kunststück, als gewiefter Bürgermeister Wolfgang Wöller in der Serie "Um Himmels Willen" als Publikumsliebling den Erfolg von "Derrick" zu wiederholen und dies in 260 Folgen und vier Fernsehfilmen. Für diese Rolle erhielt er 2003 den Deutschen Fernsehpreis und 2006 den Bayerischen Fernsehpreis. Fritz Wepper spielte in über 50 Filmen und weit mehr als 500 Serienfolgen und wurde mehrfach ausgezeichnet. Fritz Wepper starb am 25. März 2024 im Alter von 82 Jahren. Im Anschluss zeigt das rbb Fernsehen mit "Ein unverbesserlicher Dickkopf" einen weiteren Film zu Ehren des Schauspielers.

Darsteller

Fritz Wepper verstarb am 25. März 2024.
Fritz Wepper
Peter Sattmann
Peter Sattmann
Michael Roll
Jaecki Schwarz
Weitere Darsteller
Saskia Vester Anke Sevenich Dietz-Werner Steck Ferdinand Grözinger Antonio Di Mauro Michael Habeck Reinhold Ohngemach Giselle Vesco Klaus Spürkel Sevgi Özdamar

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