US-Botschafter Hacker hat es in Israel mit seinen steten Friedensbemühungen nicht leicht, zumal sogar die eigene Frau seine Arbeit unbewusst in Frage stellt. Denn die pflegt eine Affäre mit Mustapha Hashimi, der sich als einer der Anführer der PLO entpuppt. Als man Hacker mit kompromittierenden Filmmaterial erpressen will, nimmt sich sein Sicherheitsberater Frank Stevenson der Sache an und geht dabei nicht gerade zimperlich vor...

Der Stoff geht zurück auf Elmore Leonards Roman "52 Pick-Up", der zwei Jahre später von John Frankenheimer unter diesem Titel noch einmal verfilmt wurde. Überhaupt eignen sich Stoffe von Elmore Leonard gut fürs Kino. Als Drehbuchautor ist er unter anderem für den Western "Sinola" (1972) mit Clint Eastwood verantwortlich. Aber nach seinen Vorlagen entstanden auch Martin Ritts "Man nannte ihn Hombre" (1967) mit Paul Newman, Richard Fleischers "Das Gesetz bin ich" (1994) mit Charles Bronson, Abel Ferraras "Short Run - Hexenkessel Miami" (1988), Barry Sonnenfelds "Schnappt Shorty!" (1995), Quentin Tarantinos "Jackie Brown" (1997) und Steven Soderberghs "Out of Sight" mit George Clooney und Jennifer Lopez. Dass Elmore-Leonard-Bücher auf der Leinwand so gut funktionieren, liegt an seinem Gespür für gute Dialoge. Auch dem intelligenten, unterhaltsamen Politthriller "Der Ambassador" kommt dies sehr zugute. Kuriosität am Rande: Da als Produzenten die Schundkönige Golan/Globus firmieren, kam auch deren offensichtlicher Lieblingsstar, Zachi Noy aus den "Eis am Stil"-Plotten, zu der Ehre, mal in einem brauchbaren Film mitspielen zu dürfen. Für Rock Hudson war dies der letzte Spielfilm.