Wie fühlt es sich an, wenn eine Stelle nicht zum Leben reicht? Die 37°-Reportage "Arm trotz Arbeit" geht der Frage nach, wie das ist, wenn man trotz Ausbildung und ausreichender Qualifikation keine Vollzeitstelle bekommt und dabei an der Armutsgrenze (60 Prozent des Durchschnittseinkommens) leben muss.

Über drei Millionen Mehrfachbeschäftigte registrierte die Bundesagentur für Arbeit 2017, in den letzten Jahren verdoppelte sich die Zahl der trotz Arbeit von Armut Bedrohten. Nathalie Sutor begleitete Menschen wie den Staplerfahrer Tahsin, der abends Pizza ausfährt, während seine Lebensgefährtin Manuela zwei Putzstellen hat und die zwei kleinen Kinder betreut. Sie sagt: "Dafür, dass wir so viel arbeiten, sind wir arm."

Monika findet mit ihren 60 keine Festanstellung mehr und füllt ihre Teilzeitstelle mit Nebenjobs auf. Sabine, die allein erziehende Mutter, arbeitet auch am Wochenende, "damit mein Sohn nicht das Gefühl hat, dass wir am Limit leben."


Quelle: teleschau – der Mediendienst