Er war die Lichtgestalt des deutschen Fußballs und wurde tatsächlich wie ein Kaiser verehrt. Doch dunkle Machenschaften um die WM-Vergabe 2006 brachten Franz Beckenbauer ins Zwielicht. Wird er noch immer verehrt?

"Erträgt sein Herz die Schmähungen nicht mehr? – Der Fußballkaiser wirkt deprimiert" ... – So und ähnlich lauteten in letzter Zeit die Schlagzeilen um Franz Beckenbauer (72). Charity-Events wurden abgesagt, der "Kaiser" zog sich auf sein Weingut in Südafrika zurück. Doch nicht nur gesundheitliche Krisen nagten am Bild der einstigen Lichtgestalt. 2015 wurden angebliche Machenschaften um die Vergabe des "Fußballmärchens" von 2006 entdeckt. Waren sechs Millionen auf seltsamen Umwegen in den Taschen des Kaisers gelandet?

Bereits beim Umzug nach Kitzbühel, später Salzburg aus möglicherweise steuerlichen Gründen hatte das Image des einst so erfolgreichen Fußballkünstlers gelitten, der als Spieler, dann als Teamchef zwei Weltmeisterschaften gewann und dem FC Bayern zu weltweitem Ansehen verhalf.

Der Film "Franz Beckenbauer – Der Fall des Kaisers" von Sven Kaulbars und Ole Zeisler (NDR) versucht zu ergründen, wie sehr das Ansehen der einstigen nationalen Fußball-Ikone gelitten hat. Oder, ob der Kaiser schlichtweg "der Kaiser" geblieben ist. Die Autoren sprachen mit Freunden und Weggefährten wie Paul Breitner, Lothar Matthäus, Edmund Stoiber, sowie mit Journalisten vom Spiegel und Marcel Reif.


Quelle: teleschau – der Mediendienst