Die ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY ... ungelöst" wird im Oktober 50 Jahre alt und hat sich als deutscher TV-Exportschlager auch im Ausland bewiesen.

Am 20. Oktober 1967 flimmerte erstmals die wohl genialste Idee Eduard Zimmermanns über deutsche Bildschirme. Der 1929 geborene Münchner, in seiner Jugend auch als Dieb und Schwarzmarkthändler unterwegs, erfand ein TV-Format, das weltweit lizenziert und kopiert wurde. "Aktenzeichen XY ... ungelöst" hilft der Polizei durch Darstellung und Nachspielen schwerer Verbrechen in Filmbeiträgen, bislang ungeklärte Fälle zu lösen.

Wer als Kind mit "Ede" und seiner großen Brille aufwuchs, verspürt noch heute Angst, wenn es heißt: "Als die 17-jährige Laura S. an diesem Abend die Diskothek verließ, wusste sie nicht ...". Nun feiert der ZDF-Klassiker, seit Jahren sehr erfolgreich unter der Moderation Rudi Cernes, sein 50-jähriges Bestehen. Eine 30 Minuten lange Doku über die Geschichte der Sendung (21.45 Uhr) schließt an die reguläre Ausgabe an.

Ebenfalls erwähnenswert: Am Mittwoch, 15. November 2017, widmet sich eine Spezial-Ausgabe von "Aktenzeichen XY ... ungelöst" zur regulären Sendezeit um 20.15 Uhr einigen spektakulären Kriminalfällen, die in den vergangenen 50 Jahren dank des Formats aufgeklärt werden konnten.

Selbst in England und Amerika liefen Adaptionen dieser – wenn man so will – ersten Reality-Show "made in Germany". Mittlerweile sind auch die Filmbeiträge – in Sachen Schauspiel und Inszenierung strahlten sie einst etwas grandios Laienhaftes aus – professioneller geworden. Selbst um Kinder zu erschrecken, braucht es heute eben ein bisschen mehr.


Quelle: teleschau – der Mediendienst