"Bares für Rares"

Horst Lichter sucht neue Kandidaten: "Ihr müsst wirklich vor nichts Angst haben"

Die Dreharbeiten für die ZDF-Trödelshow "Bares für Rares" dürfen nach einer Corona-Zwangspause wieder beginnen. In einem YouTube-Video zeigt Moderator Horst Lichter, wie das Set umgebaut wurde.

Stück für Stück kehrt in unserem Alltag wieder Normalität ein – und auch an den Sets verschiedener Fernsehsendungen wird die Arbeit wieder aufgenommen. Bei der beliebten ZDF-Trödelshow "Bares für Rares" (montags bis freitags, 15.05 Uhr) werden ebenfalls die Dreharbeiten wieder aufgenommen – natürlich mit Sicherheitsvorgaben, die strengstens eingehalten werden müssen: In einem kurzen Video auf YouTube zeigt Moderator Horst Lichter, ausgerüstet mit einem Stock, wie das Set umgebaut wurde und was Experten, Händler und Verkäufer zur Vermeidung einer Corona-Infektion nun beachten müssen.

"Es ist wieder so weit: Gott sei Dank dürfen wir wieder arbeiten, sprich: drehen", freut sich Lichter über die Wiederaufnahme der Dreharbeiten zu der beliebten Trödelshow. "Das Wichtigste ist natürlich: Sicherheit. Ja, Corona verlangt halt Abstand." Um bei der Expertise sowohl die Experten als auch die Verkäufer zu schützen, wurden zusätzliche Pulte aufgestellt. So wird der erforderliche Abstand von 1,5 Metern ganz automatisch eingehalten.

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Die Mikrofone, die normalerweise von ausgebildeten Tonleuten an den Oberteilen angebracht werden, muss nun jeder selbst anstecken. "Heute verkabeln wir uns unter Anleitung. Vorher wird das ganze Equipment desinfiziert", beschreibt Lichter. Wenn doch mal der nötige Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, greifen die Betroffenen auf "schicke Masken" und "die feinsten Handschuhe" zurück. "Und alles wird desinfiziert, es ist unglaublich. Hier riecht es vielleicht, du ... klinisch rein", schnuppert der 58-Jährige zwinkernd.

Die Objekte werden nun mit noch größerer Vorsicht behandelt als sonst und vor der Expertise desinfiziert. Allerdings ist dies nicht bei allen möglich. "Natürlich bemühen wir uns, dass alle Objekte hier richtig konform bearbeitet werden. Natürlich wird alles desinfiziert, was geht, wenn es die Oberflächen der Materialien zulassen", erklärt Experte Colmar Schulte-Goltz. Wenn es sich bei dem Objekt allerdings beispielsweise um ein Bild handelt oder das Stück besonders lackiert ist, muss auf die Desinfektion verzichtet und auf Handschuhe zurückgegriffen werden. Schließlich sollen die Objekte nicht zu Schaden kommen.

Und wie sieht es im Händlerraum aus? Auch hier wurde ordentlich umgebaut: Jeder Händler hat nun sein eigenes kleines Pult. Die einzelnen Tischchen stehen mit dem nötigen Mindestabstand voneinander entfernt, sodass sich die Händler nicht näher als 1,5 Meter kommen – getestet von Horst Lichter persönlich.

Im Händlerraum wird mit den Objekten ähnlich umgegangen wie bei den Experten. Händler Daniel Meyer macht es vor: "Kein Anfassen ohne Handschuhe! Vorher sind die Hände desinfiziert worden. Nach dem Ausziehen werden die Hände wieder desinfiziert. Wenn ich heruntergehe, dann halte ich Abstand. Ich lege das Geld einfach hin, ich werde niemanden berühren, das verspreche ich." Zudem hat er sich noch etwas ganz besonderes einfallen lassen: "Ich habe sogar mir Sicherheitsglas in meine Schutzbrille einbauen lassen. Jetzt kann es losgehen."

Am Ende appelliert Horst Lichter an die interessierten Zuschauer, sich weiterhin fleißig bei "Bares für Rares" zu bewerben. "Ihr müsst wirklich vor nichts hier Angst haben", betont der 58-Jährige. "Wir haben extrem gute Laune, unsere Experten sind spitzenmäßig drauf, die Händler haben die Portemonnaies voller Geld und hier ist alles klinisch sauber, Desinfektionsmittel ausreichend vorhanden, Abstand wird gewahrt, und die Kohle bleibt die gleiche."

Bisher wurde die Trödelshow auch in den letzten Wochen regulär gezeigt, da die Folgen drei Monate im Voraus produziert werden und daher noch genug Nachschub zur Verfügung stand. Seit August 2013 werden in der ZDF-Trödelshow "Bares für Rares" Fundstücke geschätzt und von den interessierten Händlern ersteigert. Mit bis zu drei Millionen Zuschauern jeden Tag ist das Format inzwischen zur erfolgreichsten ZDF-Daytime-Sendung aufgestiegen. Am Freitag, 15. Mai, zeigte das ZDF die sage und schreibe 1.000. Folge.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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