ZDF-Doku

"Terra X: Abenteuer Namibia" - mit Chili-Bomben gegen Elefanten

von Andreas Schoettl

"Terra X" widmet sich diesmal dem faszinierenden Namibia. Das afrikanische Land ist geprägt von extremen Landschaften, Trockenheit und grünen Naturparadiesen. Einige Bauern haben ein kreatives Mittel gefunden, um ihre Ernte vor Elefantenherden zu schützen.

ZDF
Terra X: Abenteuer Namibia
Dokumentation • 21.06.2020 • 19:30 Uhr

Die Unterschiede könnten kaum extremer sein. Namibia ist geprägt durch endlose Wüste, die höchsten Dünen der Welt und die Skelettküste am Atlantik. Das enorm abwechslungsreiche Land im südlichen Afrika leidet mitunter unter extremer Trockenheit. Gleichzeitig bietet es aber auch ein grünes Tierparadies. Unter unwirtlichen Bedingungen haben es zahlreiche Tierarten in Jahrmillionen geschafft, sich anzupassen. 300 verschiedene Säugetier-, 500 Vogel- und mehr als 100 Reptilienarten machen Namibia zu einem der wildreichsten Länder Afrikas. Im Rahmen der "Abenteuer"-Reihe unter dem Dach von "Terra X" im Zweiten verbindet der Film von Christopher Gerisch atemberaubende Landschaften, spektakuläre Tieraufnahmen und spannende Historie.

Auf den Spuren deutscher Kolonialgeschichte bildet die Niederschlagung des Herero-Aufstandes einen traurigen Tiefpunkt im ehemaligen Deutsch-Südwestafrika. Bis heute ringen Deutschland und Namibia um eine angemessene Form der Entschädigung für diesen Völkermord.

HALLO WOCHENENDE!
Noch mehr TV- und Streaming-Tipps, Promi-Interviews und attraktive Gewinnspiele: Zum Start ins Wochenende schicken wir Ihnen jeden Freitag unseren Newsletter aus der Redaktion.

Ein Erfolgsprojekt hingegen ist die Entwicklung des größten Naturschutzgebietes in Afrika. In der Grenzregion der Länder Angola, Botswana, Namibia, Sambia und Simbabwe entstand mit dem Kavango-Zambezi (KaZA) ein unvergleichlicher Schutzraum. In diesem soll vor allem den Elefanten die freie Bewegung in ihrem natürlichen Lebensraum ermöglicht werden.

Die Herden der Dickhäuter können immer wieder die Jahresernte geplagter Bauern vernichten. Unter der Anleitung von Wissenschaftlern wie Philipp Göltenboth gehen sie gegen die Elefanten nunmehr nicht mehr ausschließlich mit dem Gewehr vor. Sie verwenden Chilibomben. Bei dieser einfachen wie kostengünstigen Gegenmaßnahme wird frischer Elefantendung mit Chili und Wasser vermischt, geformt und getrocknet. Die fertige "Bombe" wird schließlich noch mit Holzkohle zum Qualmen gebracht. Steigt der beißende Geruch den Elefanten in ihre äußerst sensible Nase, suchen sie sofort das Weite.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
Das könnte Sie auch interessieren