DFB-Pokal

"Vielleicht ein paar Zuschauer": Bayer Leverkusen hofft auf Lockerungen im Finale

von Andreas Schoettl

Im Berliner Olympiastadion spielen Bayer Leverkusen und der FC Bayern München um den DFB-Pokal. Die Frage ist: Unter welchen Bedingungen wird das Spiel am Samstag, 4. Juli, ausgetragen? 

"Wir haben elf Jahre auf diese Chance gewartet", jubelt Fernando Carro. Der Klub-Chef von Bayer Leverkusen blickt auf eine besondere Chance. Erstmals seit 27 Jahren steht die Werkself vor der Chance, mal wieder einen Titel zu gewinnen. Leverkusen holte den DFB-Pokal bislang einmalig in der Saison 1992/1993. Der Gegner damals waren die Amateure von Hertha BSC Berlin. Am Samstag, 4. Juli, allerdings muss Leverkusen sich mit dem FC Bayern München messen. Die Favoritenrolle scheint  vergeben.

Carro und Sportchef Rudi Völler hoffen, dass das Endspiel zumindest vor einigen Zuschauern im Berliner Olympiastadion ausgetragen werden könnte. Nach dem Sieg im Halbfinale gegen den 1. FC Saarbrücken erklärte der Spanier: "Ich plädiere stark dafür, die zurzeit geltenden Vorgaben zum DFB-Pokalfinale in einem vertretbaren Rahmen, aber signifikant zu lockern." Dabei dachte er vor allem an die eigene Anhängerschaft. Carro: "Wir fühlen uns unseren Fans gegenüber verpflichtet, alles dafür tun, dem DFB-Pokalfinale den würdigen Rahmen zu verschaffen, den es verdient."

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Auch Völler hatte erklärt, in dem "riesigen Stadion" könne man "ein kleines Zeichen" setzen: "Ich bin da ein bisschen Optimist und habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass wir vielleicht ein paar Zuschauer dabei haben werden. Aber das entscheidet die Politik." In Berlin jedenfalls erscheint diese aber stur. So hat der Senat in der Bundeshauptstadt beschlossen, dass Sportveranstaltungen zwar stattfinden können, bis zum 24. Oktober sind aber keine oder nur sehr wenige Zuschauer erlaubt. Außerdem übernimmt der Deutsche Fußballbund (DFB) zur Durchführung des Pokalfinales das Hygiene-Konzept der Deutschen Fußball Liga (DFL). Das lässt nur eine geringe Anzahl von Personen im Olympiastadion zu.

Im Rahmen der "Sportschau" ist das Endspiel um den DFB-Pokal live im Ersten zu sehen. Der Anstoß erfolgt gegen 20 Uhr. Zuvor zeigt der öffentlich-rechtliche Sender ab 16.35 Uhr das Pokalfinale der Frauen. In Köln wollen die Außenseiterinnen der SGS Essen den sechsten Titelgewinn in Reihe des VfL Wolfsburg verhindern.

Die Reporterin des Frauen-Endspiels ist Stephanie Baczyk, die Moderation übernimmt Claus Lufen neben der Expertin Nia Künzer. Bevor die Herren von Bayer Leverkusen und Bayern München gegeneinander antreten, berichtet die "Sportschau" ab 19.05 Uhr unter der Moderation Matthias Opdenhövels mit Beiträgen und Live-Interviews aus Berlin. Das Endspiel der Herren kommentiert Tom Bartels.

Der DFB hält sich im Übrigen noch bedeckt, was die Zuschauerfrage angeht. "Wir alle hoffen, dass wir in der nächsten Pokalsaison wieder stimmungsvolle Spieltage in vollbesetzten Arenen und in den Stadien der Amateurvereine, die diesen Wettbewerb so einzigartig machen, erleben werden", ließ sich DFB-Präsident Fritz Keller lediglich zitieren.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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