"Ausgebremst"

Furtwängler als depressive Fahrlehrerin: schwarzhumoriges Potpourri der Existenzangst

Mit ihrer TNT-Dramedy "Ausgebremst" hilft Maria Furtwängler existenzbedrohten Künstlern in Zeiten der Corona-Pandemie. Nun zeigt auch die ARD die Miniserie, in der die Schauspielerin eine vom Schicksal gebeutelte Fahrlehrerin gibt.

Eine solidarische Aktion von Künstlern für Künstler: Mit ihrer neuen Miniserie "Ausgebremst" unterstützt Maria Furtwängler Kreative, denen im Zuge der Coronakrise die Einnahmen weggebrochen sind. Dafür gibt es jetzt auch Unterstützung der Öffentlich-Rechtlichen: Das von TNT-Comedy produzierte Format, dessen Werbeeinahmen an die #KunstNothilfe gespendet werden, läuft am Sonntag, 14. Juni, ab 19.10 Uhr, nicht nur auf den drei TNT-Kanälen – sondern noch am gleichen Abend, ab 00.05 Uhr, auch im Ersten.

Nach einem Drehbuch von Annette Hess und unter Regie von Lutz Heineking jr. dreht sich "Ausgebremst" um Hauptfigur Beate (Maria Furtwängler), die von ihrem Mann für eine Schülerin der gemeinsam betriebenen Fahrschule verlassen wurde. Obendrauf verliert sie nach einer volltrunkenden Autofahrt auch noch ihren Führerschein. Beate denkt, im Fahrsimulator vor einem Haufen Tabletten sitzend, an Selbstmord – doch wird plötzlich selbst zur lebensrettenden Hilfe für andere.

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Auf ihrem Bildschirm erscheinen nach und nach Menschen, die tiefsitzende Probleme haben: Zuallererst eine Frau, die sich das Leben nehmen will – aufbrausend gespielt von "Tatort"-Kommissarin Ulrike Folkerts, die in "Ausgebremst" als Stuntfrau jedoch die Schnauze voll hat von "diesen Kommissarinnen, die es jetzt gibt wie Sand am Meer".

"Das macht eine Sauerei", rät ihr Beate vom Suizid per Autounfall ab – man solle wenigstens noch gut aussehen, wenn man gefunden werde. Die dunkle Seite des Humors – sie ist stark in der TNT-Produktion.

Pandemie-passend inszeniert von Heineking jr., hat Drehbuchautorin Annette Hess, die sich die kurzen Geschichten gemeinsam mit Sebastian Colley und Ralf Husmann ausdachte, ein schwarzhumoriges Potpourri der Existenzangst geschaffen. Auch der Autorin geht es um den wichtigen Zweck: "AutorInnen können immer schreiben, AutorInnen sind seelische Quarantäne gewohnt. Aber es gibt unzählige Gewerke, deren Kreativität jetzt ruhen muss. Die Drehstopps, Produktionsstopps, Verschiebungen von Serien, Filmen, Musicals, Konzerten führen nicht nur zu einem Kreativitätsstau, der für KünstlerInnen immer schmerzhaft ist, sondern auch zu massiven finanziellen Ausfällen." Zeit, dass sich etwas tut.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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