Nach dem Dreiteiler

ARD-Doku zeigt die wahre Geschichte des Totenwaldes

von Eric Leimann

Der ARD-Dreiteiler erzählt packend über "Das Geheimnis des Totenwaldes". Im Anschluss an den dritten Teil zeigt eine Doku, wie nah die Verfilmung der tatsächlichen Geschichte kam.

ARD
Eiskalte Spur – Die wahre Geschichte des Totenwaldes
Dokumentation • 09.12.2020 • 21:45 Uhr

Direkt im Anschluss an Teil drei des ARD-Eventdreiteilers "Das Geheimnis des Totenwaldes" zeigt eine NDR-Dokumentation die wahre Geschichte hinter einer der spektakulärsten Verbrechensserien in Norddeutschland. Auch wenn der Film mit Matthias Brandt den wahren Ereignisse ohnehin sehr nahe kommt, ist es dennoch berührend, wenn nüchterne Norddeutsche wie der ehemalige Hamburger LKA-Chef Wolfgang Sielaff (das Rollenvorbild Brandts) oder sein über lange Jahre tatverdächtiger Schwager Harald Meier in der anschließenden Doku übers Verschwinden und die Suche nach Sielaffs Schwester sprechen.

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Durch hanebüchene Fehler und ein bis heute kaum zu erklärendes Ermittlungs-Phlegma dauerte es 28 Jahre, bis die sterblichen Überreste Birgit Meiers unter dem Beton einer KFZ-Grube in der Garage des Serientäters Kurt-Werner Wichmann gefunden wurden. Wichmann stand auch hinter den spektakulären Göhrde-Morden, die die Region Lüneburg Ende der 80-er beschäftigten.

Der NDR begleitete eine private SOKO Sielaffs, der er nach seiner Pensionierung als Hamburger Top-Kriminalbeamter gründete, über drei Jahre. Entsprechend authentisch ist der Real Crime-Charakter der Dokumentation von Björn Platz, von der eine deutlich längere Version seit 25. November in der ARD-Mediathek zu sehen ist. Dass Wichmann, der sich 1993 in einer Gefängniszelle das Leben nahm, für weitere ungeklärte Morde der Region verantwortlich sein könnte, wird im von jeglicher Effekthascherei freien Film ebenso deutlich. Von den Lüneburger Ermittlern, die während Birgit Meiers Verschwinden mit der Aufklärung der Göhrde-Morde beschäftigt waren, stellt sich immerhin der leitende Staatsanwalt der Kreisstadt, jedoch ohne gravierende Fahler zuzugeben.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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