1958 war "Blob" im Gruselklassiker eine außerirdische Schleimmasse, die ahnungslose Menschen verspeiste. Tatsächlich gibt es einen Superorganismus namens Blob, der mit dem Film aber nicht viel zu tun hat.

Den Film "Blob – Schrecken ohne Namen" von 1958 mit Steve McQueen in der Hauptrolle kann man getrost als Grusel-Klassiker bezeichnen. In diesem breitet sich eine außerirdische Schleimmasse ungehindert aus, dringt durch Ritzen sogar in Kinosäle ein und verspeist hemmungslos ahnungslose Menschen. Doch diese im berühmten B-Movie als "Blob" bezeichnete Schleimmasse gibt es wirklich. Und sie kommt ganz bestimmt nicht aus dem Weltraum.

"Physarum polycephalum", so die wissenschaftliche Bezeichnung einer außergewöhnlichen Schleimpilz-Art, lebt seit fast einer Milliarde Jahre auf der Erde, bevorzugt in einer dunklen und feuchten Umgebung . Er gilt als einer der ältesten Organismen überhaupt. Das Faszinierende: Dieser sehr irdische Blob besteht aus nur einer einzigen Zelle. Er kann sich jedoch unglaublich beachtlich ausbreiten.

In "Der Blob – Schleimiger Superorganismus", einer Wissenschaftsdokumentation des französischen Regisseurs Jacques Mitsch, zeigen sehenswerte Zeitrafferaufnahmen unter anderem, wie diese einzige Zelle, aus der der Blob besteht, jeden Tag ihr Volumen verdoppeln kann. Gefräßig wie er ist, verspeist er nicht nur Bakterien, Hefen oder Pilze. Er kann einen Durchmesser von mehreren Metern erreichen. Damit zählt Physarum polycephalum zu den wenigen Zellen, die mit bloßem Auge zu erkennen sind.

Der Blob – Schleimiger Superorganismus – Sa. 21.03. – ARTE: 21.50 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH