Luxus, wie aus der Zeit gefallen: Der neue ARTE-Dokumentarfilm schwelgt in Erinnerungen an eine Zeit, in der Könige, Adelige, Diplomaten, Schwerreiche und Schwerverbrecher noch auf der Schiene reisten.

Nicht erst seit dem 2017er-Remake der klassischen Agathie-Christie-Krimiverfilmung "Mord im Orient Express" mit Kenneth Brannagh in der Hercules-Poirot-Rolle stampft die Nostalgie-Lokomotive wieder unter Volldampf. Denn auch heute träumen nicht nur Dampfverkehr-Romantiker von einer Reise im einst so prachtvoll ausgestatteten Luxuszug, der seit Ende des 19. Jahrhunderts die Weltmetropolen Paris mit dem 3.000 Kilometer entfernten Konstantinopel, dem heutigen Istanbul, verbindet.

Der von Regisseur Louis Pascal Couvelaire gedrehte, stimmungsvolle Dokumentarfilm "Der Orient-Express", den ARTE in Erstausstrahlung zeigt, schwelgt in Nostalgie. Und da dürfen natürlich die Verweise auf die vielen Hochadeligen, Diplomaten, Industriekapitäne und sonstige Blitzlicht-Prominente nicht fehlen, die bei ihrer Drei-Tage-Reise über zwei Kontinente – Okzident und Orient – hinweg auf die Annehmlichkeiten der Grand Hotels nicht verzichten wollten.

Doch der Orient-Express hat auch andere Zeiten gesehen: Als durchgängige Verbindung, die auch in Zeiten des Kalten Kriegs möglich war, transportierte der Zug auch viele Spione. Und zuletzt unzählige Immigranten und einfache Arbeitssuchende.


Quelle: teleschau – der Mediendienst