Naturpark-Ranger Jonas Waldek kämpft auch im dritten Teil der Reihe um seinen Wald, sieht sich aber auch familiären Herausforderungen gegenübergestellt. 

Der Kampf für den aus Kanada in die Sächsische Schweiz zurückgekehrten Ranger Jonas Waldek (Philipp Danne) geht weiter in den nunmehr anstehenden Folgen drei und vier der ARD-"Ranger"-Reihe – und damit sein Drahtseilakt zwischen Naturschutz und finanziellen Interessen. Weil der Unternehmer Karl Nollau (Matthias Brenner) vom Tourismus leben will, kommt es immer wieder zu Reibereien. Doch Nollau, der in der Schutzzone des Nationalparks ein stillgelegtes Bergwerk reaktivieren wollte, um Lithium zu fördern, wurde mithilfe von Jonas' Freundin, der Verhaltensbiologin Emilia (Liza Tzschirner) gerade noch mal ausgebremst. Dass beiden viel an der Natur, aber auch aneinander liegt, wird so munter wie anheimelnd erzählt.

Indessen ist auch Jonas' ureigenes Refugium in Gefahr, denn er lebt mit Mutter Monika (Heike Jonca) und seiner Schwester Rike (Eva-Maria Grein von Friedl) nach dem Tod ihres Mannes auf einem Hof mit Sägewerk, das die beiden Frauen betreiben. Doch die Pachturkunde ist verschollen, Haus und Werk sind in Gefahr. Kann man Nollau wirklich trauen, der auf dem alten Bergbaugelände nunmehr ein nachhaltiges Baumhotel mit Kletterpark errichten will?

Wie in Familienserien üblich, sind hier Naturschutz und familiäre Sorgen auf das Gewagteste vermischt. Hartnäckige Naturschützer merkten bereits an, dass die Reihe allzu weltfremd sei. Doch auch für Widrigkeiten ist gesorgt. So sieht sich Jonas in der Zwickmühle, weil seine Schwester Rike nach einem Unfall vorerst nicht mehr arbeiten kann. Sie will wegziehen, um anderswo einen Job zu suchen. Soll er, um das zu verhindern, sein eigenes Stück Wald verkaufen, das er doch eigentlich für seinen Traum einer Urwaldzone behalten will?

Flora und Fauna spielen hier leider meist nur die zweite Geige. Etwas tiefer in die Naturparkproblematik hätte sich das Drehbuch (Uschi Müller) schon hineinbegeben dürfen. Schöne Panoramaaufnahmen zum Sonnenuntergang und gelegentliche Bergretterszenen fördern vielleicht den Fremdenverkehr in der Sächsischen Schweiz, aber als Plädoyer für die naturbelassene Umwelt sind sie leider zu wenig. (Nächste Folge am 10. Januar, um 20.15 Uhr.)


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH