ARD-Film

"Die Drei von der Müllabfuhr – Kassensturz:" gegen das Kneipensterben

von Christopher Schmitt

Die Stammkneipe der "Drei von der Müllabfuhr" steht vor dem Aus. "Käpt'n" Werner und seine Kollegen setzen alles daran, den finanziellen Kollaps abzuwenden.

ARD
Die Drei von der Müllabfuhr – Kassensturz
Komödie • 05.06.2020 • 20:15 Uhr

Der gemeine Ur-Berliner hat es in Zeiten grassierender Gentrifizierung nun wirklich nicht leicht. Currybuden weichen veganen Burgerläden, Untergrund-Clubs "Lärm-belästigten" Latte-Macchiato-Trinkern und die gute, alte Eckkneipe der nächsten Hipster-Bar? Ganz so plakativ behandelt "Die Drei von der Müllabfuhr – Kassensturz", das reale Problem Gentrifizierung zwar nicht, aber "Käpt'n" Werner (Uwe Ochsenknecht) und seine Mitstreiter setzen im neuen Film der ARD-Reihe dennoch alles daran, ihre urige Kiez-Stammkneipe vor dem finanziellen Kollaps zu retten. Das Kneipensterben steht sinnbildlich für Veränderungen, und die kann Werner generell nicht leiden.

Dabei kümmert sich der "Käpt'n" grundsätzlich aufopferungsvoll um seine Mitmenschen. Egal, ob er gemeinsam mit seinen Müllabfuhr-Kumpels Ralle (Jörn Hentschel) und Tarik (Aram Arami) versucht, einen Ehering aus dem Müll zu fischen, oder eben die Rettung seiner Stammkneipe "Zur Traube" anpeilt, die von den verzweifelten Inhabern Lothar (Peter Trabner) und Regine (Birge Schade) betrieben wird. Aber auch der von Uwe Ochsenknecht verkörperte bodenständige Samariter kann sich nicht zweiteilen. Seine neue Freundin Gabi (Adelheid Kleineidam) kriegt ihn kaum mehr zu Gesicht und die Müllabfuhr-interne Band wird auch vernachlässigt.

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Dabei dreht sich bei den Müllmännern wie gewohnt alles um Zusammenhalt. Immer wieder wird deutlich, dass sie sich bedingungslos auf ihre Kollegen in Orange verlassen können – es sei denn, einer wird zum Boss und macht Karriere. Als Antipoden zu den kernig-herzlichen Arbeitern agieren wieder Chef Dorn (Rainer Strecker) sowie Bürohengst und Korinthenkacker Gerald (Martin Glade), dessen überzeichnete Figur aber immer wieder für einen Schmunzler gut ist. Dabei bemüht sich die Komödie um Ausgewogenheit. Der Tenor: Das Kneipensterben lässt sich aufhalten, aber vielleicht müssen sich die Eckkneipen dazu durchringen, hippes Craft-Beer ins Sortiment aufzunehmen.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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