Die "Lindenstraße" darf auch nach ihrem Ende weiterleben – zumindest Teile davon. Viele Kulissen und Requisiten der ARD-Serie kommen nach Drehschluss in Museen unter.

"Niemals geht man so ganz", wusste bereits Sängerin Trude Herr. Auch die Mutter aller Serien lebt nach ihrem Ende im Frühjahr 2020 weiter. Fans der "Lindenstraße" erhalten die Möglichkeit, sich zumindest Teile ihrer Lieblingsserie anzusehen – und zwar aus nächster Nähe: Zahlreiche Kulissen und Requisiten werden zu Ausstellungsstücken.

Die Küche von Helga Beimer und die Bushaltestelle Lindenstraße/Kastanienstraße etwa ziehen ins Haus der Geschichte in Bonn. Das Restaurant "Akropolis" sowie das "Café Bayer" finden im Technik Museum Speyer, das seit 2012 eine Dauerausstellung zur "Lindenstraße" und bereits die Küche von Else Kling beherbergt, eine neue Heimat. Und auch die Deutsche Kinemathek in Berlin werde diverse Dinge übernehmen, erklärte nun der WDR – unter anderem die Speisekarten des "Akropolis" und die Bademäntel von Helga Beimer und Anna Ziegler. Über die Übernahme weiterer Möbel, Innenkulissen, Requisiten und Kostümen sind die Verantwortlichen bereits in Gesprächen mit Museen und Ausstellern. Das, was danach noch übrig ist, gehe in den auch vom WDR genutzten Fundus für Film- und Theaterausstattung (FTA) oder wird für einen karitativen Zweck verkauft, teilte der federführende Sender mit.

Alexander Bickel, Leiter des WDR-Programmbereichs Fernsehfilm, Kino und Serie zeigt sich erleichtert: "Für uns ist es selbstverständlich, dass wir respektvoll mit dem Erbe der Lindenstraße umgehen. Daher freut es uns sehr, dass viele Kult-Stücke aus der Serie ein neues Zuhause finden werden."

Am 20. Dezember 2019 ist offiziell Drehschluss. Die Ausstrahlung der finalen Folge 1758 ist für den 29. März 2020 geplant.


Quelle: teleschau – der Mediendienst