Der Blick auf den afrikanischen Kontinent litt zuletzt extrem unter der sogenannten "Flüchtlingskrise", die hierzulande die politische Debatte bestimmte. Horrormeldungen über immer neue Ertrunkene vor der Küste Libyens erschütterten immer wieder. Berichte über Hunderttausende, wenn nicht sogar Millionen Menschen auf der Flucht, erweckten mithin den Eindruck, ein ganzer Kontinent löse sich auf.

Dass in Afrika jedoch nicht nur Not und Elend herrscht, zeigt die Reportage von Geraldine de Bastion. Die Kuratorin der Konferenz "re:publica" über die digitale Gesellschaft ging auf eine Entdeckungsreise durch die Innovationsszene Afrikas. Auf ihr liegt womöglich die ganze Hoffnung eines ganzen Kontinents.

Der ARTE-Film "Digital Africa" von Geraldine de Bastion zeigt: Erfinder, Gründer und Hightech-Profis in Kenia, Ruanda und Ghana könnten mit ihren Entwicklungen und neuen Apps den Lebensstandard von Millionen von Menschen erhöhen.

Man kommt durchaus ins Staunen angesichts des Innovationstempos und des Elans, der den digitalen Aufschwung Afrikas trägt. Tatsächlich eröffnen einige der Erfindungen schon jetzt völlig neue Möglichkeiten – selbst in den entlegensten Dörfern Afrikas ist mobiles Bezahlen möglich. Auch das massive Umweltproblem mit Elektroschrott könnte gelöst werden. So stellen 3D-Drucker unermüdlich dringend benötigte Ersatzteile her. Wie die Autorin de Bastion feststellt, hinke in diesem Bereich sogar Europa den Afrikanern hinterher.


Quelle: teleschau – der Mediendienst