Nach Flüchtlingskatastrophen im Mittelmeer beschlossen christliche Helfer, Flüchtlingen aus dem Libanon und Äthiopien zu einem neuen Leben in Italien zu verhelfen.

Flüchtlinge in Syrien und Äthiopien warten darauf, nach Europa zu gelangen – legal, sicher, christlich. Als vor etwa vier Jahren mehr als 400 afrikanische Flüchtlinge nur wenige Seemeilen vor der süditalienischen Insel Lampedusa ertranken, redete der Papst der Welt ins Gewissen, katholische und evangelische Christen beschlossen zu helfen. Für Flüchtlinge aus Syrien, die in den Libanon geflohen waren, organisierten sie einen humanitären Korridor. 1000 Visa wurden ausgestellt und Flugtickets für Italien besorgt. Doch wer wurde für die "christlichen Flugtickets" ausgewählt?

In Äthiopien warten inzwischen rund 800.000 Flüchtlinge darauf, eines der begehrten Flugtickets und ein Visum für Italien zu erhalten. Bleibt ihr Schicksal einer Handvoll christlich motivierter Helfer überlassen? War und ist die Nachbarfamilie etwa weniger wichtig? Nach welchen Kriterien wird ausgewählt? Ellen Trapp (BR) begleitete Flüchtlingsfamilien auf ihrer Reise und befragte die christlichen Fluchthelfer nach ihrer Motivation.


Quelle: teleschau – der Mediendienst