Die ZDF / ARTE-Dokumentation zeigt nicht nur die verheerende Feuervernichtung der letzten Jahre, die immer weiter um sich greift. Sie geht auch auf neue Wege der Brandbekämpfung ein.

Mehr als 350 Millionen Hektar Land werden jedes Jahr weltweit Opfer von Flammen. Das ist mehr als ein Drittel der Fläche Europas. Die Flammen wüten in Kalifornien und Griechenland, auch in Frankreich, Spanien oder Portugal. Sie fressen sich inzwischen bis in die Städte und Siedlungen hinein. 96 Prozent der Brände sind menschengemacht, nur ein geringer Teil geht auf Naturereignisse wie Blitzeinschläge zurück.

Eine der Ursachen: Ursprüngliches Kulturland bleibt inzwischen sich selbst und damit dem Wildwuchs überlassen. Vor allem der Klimawandel mit lang anhaltenden Dürreperioden wirkt zunehmend katastrophal. Die ZDF / ARTE-Doku "Wenn Europa brennt – Die Macht des Feuers" (2019) zeigt die Ohnmacht bei der Brandbekämpfung, sie zeigt aber auch Wege auf, die inzwischen Feuerforscher gehen – von der Satellitenbeobachtung kleinster Brandquellen bis hin zur Bekämpfung durch Panzer und neue Feuerschneisen.

Längst ist klar: In einem Klima der Extreme tut auch in Deutschland eine neue Brandvorsorge Not. Das hat nicht zuletzt die Trockenheit des Jahres 2018 dramatisch vor Augen geführt. Womöglich müssen in Europa ganze Landschaften durch neue Bepflanzung gerettet werden.


Quelle: teleschau – der Mediendienst