Mit seinem diesjährigen Werbespot zum Muttertag sorgte Edeka für Aufsehen – allerdings nicht im positiven Sinne: Zahlreiche Social-Media-Nutzer ließen im Netz ihrem Unmut über den Clip freien Lauf.

"Die Werbung ist echt grausam. Ihr stellt Väter so schlecht dar, wie es nur geht. Schämt euch!", lautet etwa einer der beliebtesten YouTube-Kommentare unter dem Werbespot "Wir sagen Danke", in dem Väter gezeigt werden, die im Umgang mit ihren Kindern versagen – etwa beim Kochen, Haareschneiden oder beim gemeinsamen Spiel.

"Danke, dass du nicht Papa bist" lautet am Ende die Botschaft an die Mutter, die auf diese fragwürdige Art gewürdigt werden sollte. "Mit dem Film möchten wir Väter keinesfalls schlecht darstellen, sondern etwas überspitzt und auf humorvolle Art und Weise allen Müttern anlässlich des Muttertags Danke sagen", rechtfertigte sich die Supermarktkette.

Dass das missglückt ist, stellte nun auch der eingeschaltete Werberat fest, bei dem rund 750 Beschwerden über den Werbespot eingegangen waren. "Die Werbung diskriminiert nach Ansicht der Selbstkontrolleinrichtung der Werbewirtschaft sowohl Männer als auch Frauen – daran ändere auch die bewusst gewählte ironische Überzeichnung des Spots nichts", heißt es in der Stellungnahme des Deutschen Werberats.

Väter würden im Spot als "unfähige und unsensible Versager dargestellt", Mütter bekämen "ihre Aufgabe bei der Betreuung und Erziehung von Kindern zugewiesen", kritisierte das Selbstkontrollgremium der Werbewirtschaft. Zwar sei der Satz "Danke Mama, dass du nicht Papa bist.", mit dem der Werbeclip schließt, "humorvoll gemeint", bringe aber "die männer- und frauenherabwürdigende Botschaft" auf den Punkt. Der Deutsche Werberat hat Edeka dafür eine Rüge ausgesprochen.


Quelle: teleschau – der Mediendienst