Die britische Schriftstellerin und Illustratorin Judith Kerr ist im Alter von 95 Jahren gestorben. Wie ihr Verlag HarperCollins mitteilte, starb die deutschstämmige Kinderbuch-Autorin zu Hause nach kurzer Krankheit in London.

Eines ihrer bekanntesten Werke ist "Ein Tiger kommt zum Tee" (1968), das sie wie auch viele ihrer anderen Bücher selbst illustrierte. Darunter gestaltete sie auch die bekannte Bilderbuchreihe rund um den Kater Mog selbst.

Besonders bekannt von Judith Kerr sind auch drei Romane, in denen sie die Flucht ihrer Familie aus dem nationalsozialistischen Deutschland verarbeitete: "Als Hitler das rosa Kaninchen stahl" (1971), "Warten bis der Frieden kommt" (1975) und "Eine Art Familientreffen" (1979). Erst letzte Woche wurde sie als "Illustrator des Jahres" mit dem "British Book Award" ausgezeichnet. Bis zuletzt arbeitete sie als Redakteurin für den TV-Sender BBC.

Ann-Janine Murtagh, Verlegerin bei HarperCollins, erklärte in einem Statement: "Sie kam häufig zu uns ins Büro – immer persönlich mit ihren Büchern; sie kam oft mit dem Bus Nummer neun an und ließ uns zurück in Gelächter und in Ehrfurcht vor ihrer erstaunlichen Lebensfreude und ihrem absoluten Engagement, die besten Bücher für Kinder zu liefern." Auch der CEO des Verlags, Charlie Redmayne, äußerte sich: "Judith Kerr war eine wunderbare und inspirierende Person, die von allen bei HarperCollins sehr geliebt wurde. Sie war eine brillant talentierte Künstlerin und Geschichtenerzählerin, die uns ein außergewöhnliches Werk hinterlassen hat."


Quelle: teleschau – der Mediendienst