Virtuell und ohne Publikum?

Das sind die Szenarien für den ESC 2021

Trotz Corona-Pandemie soll der "Eurovision Song Contest" in diesem Jahr stattfinden. Ob Live-Zuschauer dabei sein können, ist noch offen. Die Veranstalter gaben jetzt die möglichen Szenarien bekannt.

Im vergangenen Jahr wurde der geplante "Eurovision Song Contest" wegen der Corona-Pandemie abgesagt. Nun gaben die European Broadcasting Union (EBU) und die Veranstalter des europaweiten Musikwettbewerbs das Konzept für dieses Jahr bekannt: Zwar soll der 65. "Eurovision Song Contest" wie geplant in der niederländischen Ahoy Arena in Rotterdam stattfinden, allerdings nicht "in normalem Rahmen", wie es in einer am Mittwochnachmittag veröffentlichten Mitteilung heißt. Es sind verschiedene Ablauf-Szenarien aufgestellt worden, die je nach Pandemie-Verlauf zum Tragen kommen. Die Entscheidung werde in den nächsten Wochen fallen.

"Wir wollen so lange wie möglich flexibel bleiben, um den bestmöglichen Eurovision Song Contest unter den gegebenen Umständen auf die Beine zu stellen", ließ sich Produktionsleiter Sietse Bakker zitieren. "Unser wichtigstes Ziel ist, alle 41 Künstlerinnen und Künstler nach Rotterdam auf dieselbe Bühne zu bringen, und natürlich Medienvertreter, die über den Wettbewerb berichten."

HALLO WOCHENENDE!
Noch mehr TV- und Streaming-Tipps, Promi-Interviews und attraktive Gewinnspiele: Zum Start ins Wochenende schicken wir Ihnen jeden Freitag unseren Newsletter aus der Redaktion.

Eines der Szenarien sieht einen ESC "unter Einhaltung der Abstandsregeln" vor. Die Beteiligten können auftreten, allerdings nur unter den streng geltenden Abstandsregelungen und Schutzmaßnahmen. Zusätzlich sollen regelmäßige Coronatests gemacht werden. Wer nach Rotterdam einreisen darf, kann seinen Song live performen, ansonsten werden die Songs "live vom Band" präsentiert. Die insgesamt neun Shows sollen vor keinem oder reduziertem Publikum mit Wahrung der Abstandsregeln stattfinden.

Szenario D bei Lockdown

Ein weiteres Szenario widmet sich vor allem den Reisebeschränkungen. Zwar werde der ESC dabei aus der Ahoy Arena übertragen, doch es würden nur die Moderation und die Interval Acts dort stattfinden. Die Künstlerinnen und Künstler dürften nicht einreisen und würden daher "live vom Band" gespielt. "Szenario D" käme zum Tragen, wenn ein Lockdown herrscht: Wenn sich die Veranstalter dafür entscheiden, findet der ESC gänzlich virtuell und ohne Publikum statt.

Bereits gekaufte Eintrittskarten, die aufgrund der reduzierten Publikumszahl hinfällig werden, können erstattet werden. "Indem wir die Entscheidung zur Publikumszahl bis Mitte/Ende April verschieben, hoffen wir, dieses Jahr die Fans in der Ahoy Arena zu Shows erneut begrüßen zu können, und zwar in einem absolut verantwortungsbewussten Rahmen", äußerte sich Bakker hoffnungsvoll.

Beim Eurovision Song Contest 2021 nehmen die gleichen 41 Länder teil, die auch 2020 dabei gewesen wären. Sänger Ben Dolic, der im letzten Jahr eigentlich für Deutschland angetreten wäre, ist dieses Jahr allerdings nicht mit dabei. Wer an seiner Stelle für Deutschland antreten wird, ist noch nicht bekannt.

2019 fand der ESC in Tel Aviv in Israel statt, Duncan Laurence siegte für die Niederlande. Der deutsche Beitrag vom Duo S!sters erhielt 24 Punkte und landete auf dem 25. Platz.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
Das könnte Sie auch interessieren