Endlich beginnt für Heidi Klums "Mädchen" das echte Modelleben – und zwar in Staub und Wüstenschlamm. Ein Promi aus Österreich gibt Tipps, und eine Wackel-Kandidatin muss gehen.

Die fünfte Folge von Staffel 12 der Model-Sendung bei Pro Sieben beginnt mit einem Schock: Greta, eine der Favoritinnen der noch jungen zwölften Staffel von Germany's Next Topmodel, will aussteigen. Sie vermisst ihren Freund (treue Zuschauer erinnern sich: Bei ihrer Vorstellung in der ersten Folge hatte sie das Glück in der Liebe über die erfolgreiche Karriere gestellt). Nach wenigen Minuten dann Entwarnung: Greta bleibt.

Und sie ist beim Fotoshoot dann auch wieder ganz vorne dabei. Dabei haben sich Fotograf Kristian Schuller, ein alter Bekannter aus der Show, und "Modelmama" Klum etwas ganz Besonderes ausgedacht: In der Wüste von Kalifornien dienen ein alter Jeep, Autoreifen und was eben sonst noch so in der Wüste herumliegt, als Kulisse.

Außerdem werden die Nachwuchsmodels nicht nur mit Dreck eingerieben, sondern gleich auch damit beworfen – zusätzlich wird ihnen Staub und Wasser ins Gesicht geblasen. Das macht einigen ganz schön zu schaffen, sie bekommen ihre Augen kaum auf – und Klum und Schuller vollbringen das Kunststück, sich darüber auch noch zu wundern.

Zu Dritt im Wüstenschlamm

Die Models werden jeweils in Dreiergruppen fotografiert. Das bekommen einige besser hin – zum Beispiel, wen wundert's, die kurz zuvor noch aussteigewillige Greta, Anh, Romina, Carina und Serlina – und andere weniger. Auch hier kaum Überraschungen: Sabine stellt sich nicht gut an, Lynn ist etwas langweilig und Melina "weiß nicht wo sie ist", wie Fotograf Schuller sagt. Dann folgt eine wahre Kaskade an Anglizismen: "Sie soll cooler sein, und tough, nicht so posy." Kein Wunder, dass Melina damit nicht so viel anfangen kann.

Fast hätte man bei dem ganzen Dreck den "Stargast" der Sendung verpasst, der aber wohl nur Kennern der Modelszene etwas sagt: Nadine Leopold, das erste österreichische Model, das beim Unterwäschehersteller Victoria's Secret unter Vertrag steht. Sie soll den Mädchen Tipps geben und darf am Ende auch bei der Entscheidung mitwirken. Letztlich bleiben ihr nicht viel mehr als ungefähr drei Sätze und eine Statistenrolle. Einer der knallharten Tipps geht an Melina: "Sei selbstbewusster, denk nicht so viel nach!"

Die "Wilden" waschen nicht gerne ab

Nach so viel Outdoor sind alle froh, wieder im heimischen Loft in Los Angeles anzukommen – außer Julia St., Teamleiterin in "Team Michael", die sich über den schmutzigen Zustand ihrer Wohngemeinschaft ärgert. Clever versucht sie, ihre Mitstreiterinnen zum Aufräumen zu bewegen – beispielsweise, in dem sie Brenda vorschlägt, in ihre Abendroutine doch gleich noch Abspülen zu integrieren. Klappt nicht so ganz, und überhaupt scheint in diesem Team nicht alles reibungslos zu laufen. Die Mädels haben sich in zwei Gruppen aufgeteilt, die "wilden" und der Rest, die "braven". Macht aber letztlich nichts, wie auch Michalsky feststellt, schließlich sei das hier ja das "Team Diversity" (warum, weiß keiner so genau).

Dann rückt auch schon der Entscheidungstag immer näher und beide Teams treffen sich mit ihren Catwalktrainern. Nach dem Training, bei dem beide Gruppen eine Choreografie für den Entscheidungswalk einüben, haben die beiden Teamleiter Thomas Hayo und Michael Michalsky noch eine Überraschung parat. Endlich geht das Modelleben nämlich so richtig los, das erste Casting steht an.

"Shape" sucht ein Covergirl

Die deutsche Fitnesszeitschrift "Shape" – Heidi Klum war schon sechs Mal auf dem Cover, wie sie aus dem Off begeistert berichtet – sucht ein neues Covergirl. Zum Casting nach San Francisco dürfen aber nur vier Models, Carina aus Team Michael sowie Serlina, Céline und Maja aus Team Thomas. Carina ist begeistert, dass sie dabei ist: "Die Shape, eine tolle Zeitschrift, und ich bin ja auch in shape".  Die anderen freut das eher weniger. Besonders Leticia und Neele sticheln: "Also, ich hätte gedacht, die suchen jemanden, der auch echt durchtrainiert ist."

Beim Casting dürfen die Mädels dann eine Sportstunde mit der fünfmaligen Boxweltmeisterin Christina Hammer (ja, die heißt wirklich so) durchmachen, Seilchen springen, einen Boxsack malträtieren und ein paar Runden im Kreis laufen, bis feststeht: Céline kommt auf's Cover. Sie ist glücklich ("Ich mache sechs Mal die Woche Sport, das passt gut"), die anderen sind zwar neidisch, aber sie scheinen es ihr tatsächlich zu gönnen.

Entscheidung auf dem Autofriedhof

Bei der Entscheidung treten die Models diesmal auf einem Autofriedhof an – "tolle Atmosphäre", quietscht Heidi Klum vor Freude – und das ist gar nicht so einfach. Viele Bodenwellen und Steinchen sorgen schon vor dem Catwalk für Tränen. Ihre Choreografien spulen die beiden Teams dann aber doch recht routiniert herunter – bis auf Neele, der ein Absatz abgebrochen ist und die deshalb eher unsicher herumstakst. Heidi Klum, die dafür tatsächlich Talent hat, macht sie im Anschluss treffend nach, weiter ist Neele aber trotzdem. Schließlich konnte sie nichts für den kaputten Schuh und war außerdem beim Fotoshooting "ganz ganz toll gewesen".

Melina "einfach zu unsicher"

Auch sonst gibt es wenige Überraschungen, Team Thomas hat es insgesamt besser gemacht, womit Michael Michalsky natürlich überhaupt nicht einverstanden ist. Am Ende wackeln Sabine ("du hast eine tolle Ausstrahlung, aber du bringst sie einfach nicht rüber") und Melina ("du bist einfach noch zu unsicher"). Heidi Klum muss sich von einem Mädchen verabschieden, das sie laut eigener Aussage sehr gerne mag: Melina ist raus. Eine Entscheidung, die letztlich kaum überraschen kann – Melina ist aber trotzdem total fertig und muss vom gesamten Team getröstet werden.

Für drei der Mädels geht es direkt im Anschluss nach Paris, wo das nächste Casting wartet (Giuliana, Greta und – Überraschung! – Carina), für den Rest erstmal nur in die nächste Runde, in der ein weiteres Casting und vermutlich wieder viele Tränen warten. 

In Kooperation mit RP ONLINE.