Doku bei ARTE

"Heilen um jeden Preis": eine Klinik an der Belastungsgrenze

von Rupert Sommer

Eine ARTE-Doku blickt während der ersten Hochphase der Corona-Pandemie hinter die Kulissen eines Krankenhauses in Paris. Es geht um Leben und Tod.

ARTE
Heilen um jeden Preis
Dokumentation • 17.03.2021 • 21:50 Uhr

Wenn der Ausnahmezustand zum Regelbetrieb wird: Die hochbrisante, für sensible Zuschauer vermutlich durchaus belastende neue ARTE-Dokumentation "Heilen um jeden Preis" richtet die Aufmerksamkeit der Kameras genau dorthin, wo man sonst gerne mal wegsieht – in die Notaufnahme, die Operationssäle und die Intensivstationen einer Großklinik. Personal und Patienten im Klinikum Bichat im Norden von Paris kämpfen einen erbitterten Kampf um Leben und Tod. Es ist eine unter die Haut gehende Nahbetrachtung aus der ersten großen Hochphase der Covid-19-Pandemie, als im April 2020 die Uhren erstmalig anders zu ticken begannen – und das seitdem so beibehalten.

Es liegt in der neuen 60-Minuten-Dokumentation von Regisseur Ilan Klipper eine Anspannung in der Luft, die sich bis zum heutigen Tag nicht wirklich gelöst hat. Während das Dauer-Piepen der lebenserhaltenden Beatmungs- und Überwachungsgeräte eine bedrohliche Geräuschkulisse vorgibt, herrscht trotz bestens eingespielter Routinen auf den Krankenhausfluren oft Ratlosigkeit.

Weiter steigen die Fallzahlen, die Belegschaft arbeitet sich bis kurz vor der Erschöpfungsgrenze auf. Immer wieder müssen weitreichende Entscheidungen getroffen werden. Und nicht wenigen Infizierten kann trotz aller Mühen nicht geholfen werden. Es ist ein Bericht über einen Ernstfall, der keine Pausen kennt.

Heilen um jeden Preis – Mi. 17.03. – ARTE: 21.50 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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