Qualität ohne Quote: Dominik Graf schrieb mit seinem Mehrteiler "Im Angesicht des Verbrechens" TV-Geschichte. Die ARD zeigt die Mini-Serie nun als Wiederholung.

Über Dominik Grafs Russenmafia-Serie "Im Angesicht des Verbrechens" von 2009 ist viel geschrieben worden: Die Kritiken waren überschwänglich. Fast schien es, als hinge es allein von Grafs Meisterwerk ab, wie es mit der deutschen TV-Fiction weitergeht. Fakt ist, der zehnteilige Krimi war die erste deutsche TV-Arbeit, die es mit den großen, komplex erzählten und bebilderten US-Qualitätsserien aufnehmen konnte. Und dennoch sollte man nicht so viel Druckluft in diese Serie hineinpumpen, denn "Im Angesicht des Verbrechens" ist am Ende auch nicht mehr als ein Stück Fernsehunterhaltung. Aber definitiv eines der besten der letzten Jahre.

Grimme-Preis, Deutscher Fernsehpreis und viele andere renommierte Auszeichnungen zeugen davon. Grund genug, um das TV-Epos über den Kampf zwischen Polizisten und Russenmafia im Berlin der Nullerjahre einmal mehr ins Gedächtnis des Publikums zu rufen: Die zehnteilige Serie mit Max Riemelt, Ronald Zehrfeld, Marie Bäumer und Alina Levshin wiederholt das Erste nun.

Zum Auftakt steht eine Doppelfolge auf dem Programm. Weiter geht es nach einer Unterbrechung erst am Dienstag, 20. November, wieder um 22.45 Uhr.


Quelle: teleschau – der Mediendienst