Manchmal braucht es nur eine einzige Rolle, um sich in die Herzen von unzähligen Fans weltweit zu spielen: Bei John Mahoney war es die Rolle des Martin Crane, des hundeliebenden Vaters der Titelfigur aus der Fernsehserie "Frasier". Wie jetzt bekannt wurde, verstarb der Schauspieler am Sonntag in Chicago nach kurzer Krankheit. Er wurde 77 Jahre alt.

John Mahoney kam 1940 im englischen Blackpool zur Welt. Nach der Highschool wanderte er in die USA aus, wo er sich zunächst als 19-Jähriger der Armee anschloss. Nach einem Universitätsstudium arbeitete er später als Dozent, bevor er sich schließlich der Schauspielerei zuwendete. Nach ersten Rollen an verschiedenen Theaterbühnen wurde er 1977 Mitglied der berühmten Steppenwolf Theatre Company in Chicago. Ab den 80-ern spielte Mahoney erste kleine Rollen in Kinofilmen, unter anderem in Klassikern wie "Frantic" und "Mondsüchtig" sowie in den beiden Coen-Filmen "Barton Fink" und "Hudsucker – Der große Sprung".

Im Jahr 1993 wurde Mahoney Teil der Besetzung der US-Sitcom "Frasier", die auch in Deutschland lange Jahre zu sehen war. In 264 Folgen, bis zum Ende der Serie im Jahr 2004, spielte er den Vater der Hauptfigur Dr. Frasier Crane (Kelsey Grammer).

Mahoney, der sein Privatleben stets für sich behielt, war nie verheiratet. "Ich war nie sehr reif, was meine Beziehung zu Frauen anging", verriet er vor wenigen Jahren in einem Interview mit dem britischen "Guardian". "Bei einem ersten Anzeichen eines Konflikts war ich weg." Dennoch habe er viele Beziehungen gehabt – und auch die Steppenwolf Theatre Company immer als seine Familie betrachtet.


Quelle: teleschau – der Mediendienst